Spreitenbach
Spreitenbach wehrt sich gegen den Ausbau des Rangierbahnhofs

Der Gemeinderat reicht eine Einsprache gegen den geplanten Gateway der SBB ein. Geschützt werden soll ein Grundwasserpumpwerk. Weiter verlangt die Gemeinde eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die gesamte Anlage.

Erna Lang und Dieter Minder
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Der Gemeinderat reicht eine Einsprache gegen den geplanten Gateway der SBB ein.

Der Gemeinderat reicht eine Einsprache gegen den geplanten Gateway der SBB ein.

Walter Schwager

Die Gemeinde Spreitenbach wehrt sich gegen den Ausbau des Rangierbahnhofs Limmattal. Wie das Radio Argovia heute Morgen berichtet hat, will der Gemeinderat dagegen Einsprache einreichen.

Der Spreitenbacher Gemeindeammann Valentin Schmid bestätigt gegenüber der Aargauer Zeitung: «Wir haben in zwei Punkten Einsprache gegen den geplanten Gateway der SBB erhoben.» Als Gateway bezeichnen die SBB den geplanten Containerterminal auf dem Areal des Rangierbahnhofes Limmattal. Dort sollen bis zu 600 Container pro Tag umgeschlagen werden, zirka 20 Prozent davon auf Lastwagen, die anderen zwischen Güterwagen.

Spreitenbach betreibt im Müsli zwischen Güterbahnhof und Industriestrasse ein Grundwasserpumpwerk. «Mit der Einsprache wollen wir diese schützen, denn die Gemeinde ist auf das Trinkwasser angewiesen», sagt Schmid. Weiter verlangt die Gemeinde eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die gesamte Anlage. «Uns geht es vor allem darum, die Bevölkerung vor den Auswirkungen des Gateway zu schützen», betont Schmid. Die Einsprache hat die Gemeinde direkt beim Bundesamt für Verkehr (BAV) gemacht. Ähnliche Einsprachen wurden von anderen Gemeinden gemacht.

Wie Barbara Kastenholz, Gemeindeschreiberin von Killwangen, und Esther Fehlmann, Gemeindeschreiber-Stellvertreterin von Würenlos, erklären, planen die beiden Gemeinden bisher keine Einsprache gegen den Ausbau des Rangierbahnhofs.