Spreitenbach

Spreitenbachs Gemeindeammann von Polizei-Trennung überrascht

Kabelchef: Gemeindeammann Josef Bütler. (Bild: Walter Schwager)

Gemeindeamman Josef Bütler

Kabelchef: Gemeindeammann Josef Bütler. (Bild: Walter Schwager)

Gemeindeammann Josef Bütler spricht über das Ende der Zusammenarbeit mit der Polizei Rohrdorferberg-Reusstal. Jetzt soll Wettingen aushelfen – und das schon im nächsten Jahr?

Die Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal hat den Vertrag mit dem bisherigen Partner aus Spreitenbach auf Ende dieses Jahres gekündigt (az Aargauer Zeitung vom 7.9.) «Offen gesagt hat mich die Vertragskündigung schon überrascht, denn wir haben immer offen kommuniziert», sagt Spreitenbachs Gemeindeammann Josef Bütler. «Für mich gilt der Grundsatz, dass Verträge eingehalten werden sollen.»

Dazu sagt Gregor Naef, Gemeindeammann von Niederrohrdorf: «Die Zusammenarbeit im Pikett- und Patrouillendienst war als Pilot-Versuch angesetzt, der nach einem halben Jahr unbefristet weitergeführt wurde. Es bestanden keine schriftlich festgelegten Kündigungsfristen für die Zusammenarbeit.»

Nicht die Gemeinde Niederrohrdorf habe die Kündigung veranlasst, so Naef. Denn zur Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal gehörten zehn Gemeinden, und alle hätten sich für die Eigenständigkeit der eigenen Regionalpolizei ausgesprochen.

«Nachdem Spreitenbach und Wettingen verlauten liessen, dass sie eine Fusion anstreben würden, musste sich die Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal nach Alternativen umsehen.»

Die beste dieser geprüften Alternativen sei nun die Eigenständigkeit: «Die Eigenständigkeit der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal führt bei etwas höheren Kosten zu einem wesentlich höheren Nutzen für die Bevölkerung in den zehn Gemeinden», sagt Naef.

Partielle Zusammenarbeit geplant

Die Kündigung der Rohrdorfer hat die Regionalpolizei Spreitenbach in eine diffizile Situation gebracht. Denn alleine schafft sie es nicht, die Standards des Kantons zu erfüllen. «Beispielsweise für den Pikett-Dienst sind wir auf einen Partner angewiesen», sagt Bütler.

Darum hat er nun den Gemeinderat Wettingen angefragt, ob eine partielle Zusammenarbeit bereits für das Jahr 2012 möglich wäre. «So könnten wir die Lücke schliessen, die aufgrund der Kündigung entstanden ist.» Denn erst im Jahr 2013 wird Spreitenbach vollumfänglich mit der Regionalpolizei Wettingen zusammenarbeiten.

Bütler: «Falls die partielle Zusammenarbeit mit Wettingen zustande kommt, würde dies einen fliessenden Übergang bedeuten – das wäre für unsere Polizisten sicher angenehm, da sie sich so an die Kooperation mit den Wettingern gewöhnen könnten.»

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