Unter grosser Anspannung begeben sich die Teilnehmer sich in Startposition. Ein letztes Mal durchatmen, die Hände auf den Boden absetzen und dann – der Startschuss.

Synchron springen die Teilnehmer auf und beschleunigen, so schnell sie können. Einige schauen nach links und nach rechts, sehen, dass ihnen die Konkurrenz knapp auf den Fersen sitzt, und beschleunigen ein weiteres Mal.

Stampfend rennt man der Ziellinie entgegen – geschafft! Sogleich werden die Sprinter von Familie und Fans umrungen, das Publikum jubelt, man klopft sich gegenseitig auf die Schultern und gratuliert oder tröstet einander.

Was soeben geschehen ist, könnte eine Szene aus dem Leichtathletikmeeting in Zürich sein, doch es handelt sich hierbei um das jährliche Sportevent Birmenstorfs, «de schnellst Birmestorfer».

Bälle landeten teils irgendwo

Antreten durften dabei alle Kinder der Alterskategorien 1998 und jünger, die einzige Voraussetzung war das vorherige Abholen der Startnummer. Und wenn die Birmenstorfer schon Sport machen, dann aber richtig: Sobald die schon etwas erschöpften Kinder das erste Sprintrennen beendet hatten, ging es weiter zum Weitspringen.

Auch dort versuchte ein jeder, nach dem Absprung auf dem Balken mit wild rudernden Armen so weit wie möglich zu fliegen. Die Sonne, die ab dem frühen Nachmittag stets vom Himmel brannte, machte die Konkurrenzkämpfe dabei nur noch hitziger.

Hatte man auch diese Etappe hinter sich gebracht, galt es beim Ballweitwurf, die gelben Bälle so weit wie nur möglich über die Wiese zu schleudern. So einige warfen den Ball mit einer solchen Kraft und Inbrunst, dass er neben dem schmalen Landestreifen zu Boden kam – doch glücklicherweise hatte jeder Teilnehmer vier Würfe zur Verfügung, sodass ein Fehlwurf nicht allzu viel ausmachte.

Jugendraum stand allen offen

Für die Jüngeren war dabei speziell vorgesorgt: Die Stelzenstafette, das Ringewerfen, das Sackhüpfen und ein wurfbudenähnliches Spiel, bei dem so viele Bälle wie möglich in kurzer Zeit durch einen Reif befördert werden mussten sowie das «Pfüderi-Rennen», bei welchem auch die Kleinsten zeigen konnten, wie schnell sie wirklich sind, unterhielten alle kleineren Kinder an diesem Tag prächtig.

Wem es an diesem Tag zu heiss war oder sich nicht so sportlich betätigen mochte, hatte die Möglichkeit, sich in den etwas versteckt im Keller der Mehrzweckhalle gelegenen Jugendraum zu begeben, dessen Tür allen offen stand.

Tobias Bockstaller, Mitglied der Jugendarbeit Baden, zeigte sich besonders stolz über die Eigeninitiative der lokalen Jugendlichen: «Die Jugendlichen aus dem Dorf führen den Jugendraum praktisch alleine. Zwar arbeiten wir einige Benutzungsregeln gemeinsam aus, doch einen Grossteil der Arbeit übernehmen die Jugendlichen selber – mit bemerkenswertem Erfolg».