Baden/Ennetbaden
Sprung in die Limmat: Die 15-Jährige war aus einem Heim ausgerissen

Um einer Polizeikontrolle zu entgehen, sprang ein Mädchen am Mittwoch in die Limmat, ehe zwei Beamte es aus dem Wasser holten. Nun steht fest: Das Mädchen war eine Ausreisserin aus St. Gallen.

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Beim Limmatsteg war das Mädchen geflüchtet: Er führt (aus dieser Perspektive) von Ennetbaden nach Baden. (Archiv)

Beim Limmatsteg war das Mädchen geflüchtet: Er führt (aus dieser Perspektive) von Ennetbaden nach Baden. (Archiv)

Philipp Muntwiler

Das Mädchen befand sich «auf der Kurve», als es gestern vor den Polizisten flüchtete. Das teilt Max Romann, Stellvertretender Kommandant der Stadtpolizei Baden, auf Anfrage der az mit. Die 15-Jährige habe Wohnsitz in St. Gallen und sei den dortigen Behörden bekannt. «Sie hat schon mehrere Heimaufenthalte hinter sich und ist auch mehrmals aus Heimen ausgerissen.»

Die 15-Jährige war am Mittwoch, um 14.50 Uhr, vor zwei Polizisten davongerannt. Diese hatten beim Limmatsteg, der Baden und Ennetbaden verbindet, ihren Ausweis sehen wollen. Sie waren wegen einer Ruhestörungsmeldung hergekommen. Das Mädchen dagegen befürchtete, es sei zur Fahndung ausgeschrieben. «Dies war auch der Grund zur Flucht», so Romann.

Der Limmatsteg zwischen Ennetbaden und Baden.

Der Limmatsteg zwischen Ennetbaden und Baden.

Walter Schwager

Die 15-Jährige rannte über den Limmatsteg, bog in den Uferweg Richtung Landvogteischloss ein und sprang ins Wasser. Die Beamten der Stadtpolizei Baden sprangen hinterher und zogen sie mit vereinten Kräften an Land.

«Mädchen ist wohlauf»

Ein Krankenwagen brachte die unterkühlte Jugendliche mit Jahrgang 1999 ins Kantonsspital Baden. Noch am späten Mittwochabend wurde sie von einer Ambulanz von Baden in ein geschlossenes Heim nach St. Gallen überführt. «Das Mädchen ist soweit wohlauf», hält Romann fest.

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