Biker-Attacke
Staatsanwalt ermittelte gegen 14 Hell's Angels

Nach der Schlägerei zwischen zwei verfeindeten Motorradclubs im Dezember in Baden hat die Aargauer Staatsanwaltschaft 14 Hells Angels identifiziert und einvernommen. Die Strafverfahren wegen Angriffs stehen vor dem Abschluss.

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Ein Mitglied der Hells Angels (Symbolbild)

Ein Mitglied der Hells Angels (Symbolbild)

Keystone

Wie die Verfahren abgeschlossen würden, sei noch offen, sagte Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, am Mittwoch auf Anfrage der sda. Sie bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung».

Ob es Einstellungen, Strafbefehle oder Anklagen gebe, werde derzeit entschieden. Die Verfahren seien im Gang. Die 14 Hells Angels stammten aus acht verschiedenen Kantonen. Um die Personen einvernehmen zu können, seien interkantonale Rechtshilfegesuche notwendig gewesen.

Bei der Schlägerei zwischen den verfeindeten Motorradclubs «Hells Angels» und «Outlaws» waren am 8. Dezember 2011 in Baden AG acht Personen verletzt worden. Die angreifenden Hells Angels setzten gemäss Polizeiangaben Schlagringe und Reizstoffspray ein. Der Übergriff bei einem Pub in der Innenstadt dauerte kaum eine Minute.

Massenschlägerei in Ehrendingen

Die beiden Motorradclubs waren bereits im Juni 2010 in Ehrendingen vor einem «Outlaws»-Clublokal aneinander geraten. Bei der Massenschlägerei fielen auch Schüsse. Es entstand ein Sachschaden von rund 100'000 Franken. Drei Schweizer sassen vorübergehend in Untersuchungshaft.

Gemäss Staatsanwaltschaft laufen in diesem Fall gegen rund 50 Personen Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs. Auch diese Verfahren sind laut Strebel sehr umfangreich, weil die Betroffenen aus mehreren Kantonen stammten.