Tötungsdelikt Fislisbach
Staatsanwaltschaft fordert 14 Jahre Gefängnis für Mord an Ex-Freundin

Die Staatsanwaltschaft Baden hat gegen einen heute 37-jährigen Albaner, der im September 2014 seine von ihm getrennt lebende Ex-Freundin getötet hatte, Anklage wegen Mordes erhoben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von 14 Jahren.

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Tötungsdelikt in Fislisbach (25.9.2014) Der Tatort: Hier war am Donnerstagmorgen, 25.9.2014, kurz nach 9.30 Uhr, ein Streit zwischen einem 35-jährigen Albaner und einer 26-jährigen Landsfrau eskaliert.
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Der Mann stach die Frau nieder, sie verstarb noch am Tatort.
Passanten wurden Zeugen der Auseinandersetzung. Sie versuchten einzugreifen und alarmierten kurz nach 9.30 Uhr über die Notrufnummer die Polizei.
Die Polizei sperrte das Gelände ab. Später stellte sich heraus: Der Täter hat die Frau mit einem Messer tödlich verletzt.
Das Tötungsdelikt geschah mitten in Fislisbach. «Das ist ein ganz tragischer Fall», sagt Gemeindeammann Silvio Caneri.
Die Polizei fasste den mutmasslichen Täter wenig später. Er verletzte sich mit einem Messer bei der Verhaftung.
Anfang April 2016 erhob die Staatsanwaltschaft Baden Anklage wegen Mordes gegen den inzwischen 37-jährigen Albaner.
Tötungsdelikt Fislisbach - Impressionen vom Tatort. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von 14 Jahren.
Tötungsdelikt in Fislisbach: Mann sticht junge Frau nieder
Tötungsdelikt Fislisbach - Impressionen vom Tatort. Der Albaner war laut Aargauer Staatsanwaltschaft einen Tag vor der Bluttat in die Schweiz eingereist.
Tötungsdelikt Fislisbach - Impressionen vom Tatort. Gemäss Staatsanwaltschaft hat er seine Ex-Freundin entweder als Lebenspartnerin zurückgewinnen oder mit einem gekauften Messer töten und sich danach selbst richten wollen.
Tötungsdelikt Fislisbach - Impressionen vom Tatort. Eine Augenzeugin berichtete damals gegenüber Tele M1, dass das Opfer stark geblutet habe und mehrere Messerstiche in Brust- und Bauchbereich aufwies.
Tötungsdelikt Fislisbach - Impressionen vom Tatort. Wann sich der Angeklagte vor dem Bezirksgericht Baden verantworten muss, steht noch nicht fest.
Tötungsdelikt Fislisbach - Impressionen vom Tatort. In Fislisbach sass nach der Tat der Schock tief.
Tötungsdelikt Fislisbach - Impressionen vom Tatort. Gemeindeammann Silvio Carneri sprach damals von einem tragischen Fall. «Fislisbach ist ein schönes und friedliches Dorf. Wir haben eine gute Bevölkerung. Einen vergleichbaren Vorfall hat es bei uns noch nie gegeben.»

Tötungsdelikt in Fislisbach (25.9.2014) Der Tatort: Hier war am Donnerstagmorgen, 25.9.2014, kurz nach 9.30 Uhr, ein Streit zwischen einem 35-jährigen Albaner und einer 26-jährigen Landsfrau eskaliert.

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Ein 37-jähriger Mann, der im September 2014 in Fislisbach AG seine Ex-Freundin mit einem Messer erstach, soll wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt werden. Der Albaner, der kurz nach der Tat verhaftet wurde, sitzt im vorzeitigen Strafvollzug.

Der Mann war einen Tag vor der Bluttat in die Schweiz eingereist, wie die Aargauer Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Er habe spätestens an diesem Tag den Plan gefasst, seine getrennt von ihm lebende Ex-Freundin zu treffen.

Er habe sie entweder als Lebenspartnerin zurückgewinnen oder mit einem gekauften Messer töten und sich danach selbst richten wollen. Jedenfalls traf er die Frau am nachfolgenden Morgen in Fislisbach in einem Café.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Albaner vor, seiner Ex-Freundin im Anschluss an die geführten Gespräche im Wissen darum, sie nicht mehr für sich gewinnen zu können, mindestens einen Faustschlag ins Gesicht versetzt zu haben.

Danach habe er in Tötungsabsicht mehrmals mit einem Messer auf die Frau eingestochen. Eine Augenzeugin berichtete damals gegenüber Tele M1, dass das Opfer stark geblutet habe und mehrere Messerstiche in Brust- und Bauchbereich aufwies. Das Opfer verstarb noch am Tatort an den ihm zugefügten Stichverletzungen.

Der Mann flüchtete zu Fuss vor der Polizei. Diese konnte ihn aber kurze Zeit verhaften - nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt in einem Einkaufszentrum. Beim Zugriff durch die Polizei verletzte sich der Mann selber mit einem Messer und musste daraufhin ins Spital gebracht werden.

In Fislisbach sass nach der Tat der Schock tief. Gemeindeammann Silvio Carneri sprach damals von einem tragischen Fall. «Fislisbach ist ein schönes und friedliches Dorf. Wir haben eine gute Bevölkerung. Einen vergleichbaren Vorfall hat es bei uns noch nie gegeben.»

Wann sich der Angeklagte vor dem Bezirksgericht Baden verantworten muss, steht noch nicht fest. (sda/az)