Baden
Stadtammann: Wer tritt an im 2. Wahlgang?

Sandra Kohler wird sich erst kurz vor Ablauf der Anmeldefrist am kommenden Mittwoch zu einer allfälligen Kandidatur äussern.

Pirmin Kramer
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Noch nicht entschieden: Sandra Kohler (parteilos). Tritt im 2. Wahlgang an: Erich Obrist (parteilos). Markus Schneider (CVP) will Rang 1 verteidigen.

Noch nicht entschieden: Sandra Kohler (parteilos). Tritt im 2. Wahlgang an: Erich Obrist (parteilos). Markus Schneider (CVP) will Rang 1 verteidigen.

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Geri Müller (Team/Grüne) ist abgewählt – so viel ist nach dem ersten Wahlgang um das Badener Stadtammann-Amt klar. Die Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang am 26. November dauert bis kommenden Mittwoch. Markus Schneider (CVP) und Erich Obrist (parteilos) sagten bereits am Sonntag, dass sie noch einmal antreten werden.

Die dritte offizielle Kandidatin des ersten Wahlgangs, Sandra Kohler, erklärt: «Ich werde nicht alleine entscheiden, sondern in den kommenden Tagen aktiv die Stimme der Bevölkerung einholen. Meine finale Entscheidung werde ich am 4. Oktober mitteilen.»

Zur Stadtammann-Wahl anmelden können sich theoretisch auch die restlichen vier gewählten Stadträte. Ruth Müri (team) überlegte sich eine Stadtammann-Kandidatur «eine Sekunde lang». Sie stellt klar: «Ich werde nicht zur Stadtammann-Wahl antreten. Es ist ein 150- bis 180 Prozent-Job. Ich habe zwei Kinder im Oberstufenalter und will auch für die Familie da sein. Eine Kandidatur als Stadtammann kommt für mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht infrage.»

Ruth Müri sagt Nein

Damit ist klar: Das Team Baden verliert den Stadtammann-Sitz definitiv. SP-Stadträtin Regula Dell’Anno (SP) sagt: «Ich bin seit vergangenem Sonntag einige Male darauf angesprochen worden, ob ich nun nicht doch noch als Frau Stadtammann kandidieren wolle. Ich bleibe aber bei meinem Entscheid, für das Vizeammann-Amt zu kandidieren, auch im zweiten Wahlgang.»

Das Ammann-Amt wäre mehr als ein 100-Prozent-Job, und sie geniesse es, auch ab und zu Freiraum für sich zu haben. Gleichzeitig möchte sie mehr Verantwortung übernehmen, daher strebe sie das Vizeammann-Amt an. «Klar ist für mich auch, dass ich gerne das Ressort Gesundheit/Soziales behalten würde.»

Philippe Ramseier (FDP): «Stadtammann zu werden, ist 2017 für mich kein Thema.» Ob er noch einmal als Vizeammann-Kandidat antrete, stehe noch nicht zu hundert Prozent fest. «Eine offizielle Mitteilung der Partei wird noch folgen; Stand jetzt gehe er davon aus, dass er der Bevölkerung im Vizeammann-Wahlkampf eine Auswahl bieten wolle. Weil die CVP bereits Markus Schneider ins Rennen schickt, kommt eine Kandidatur für Parteikollege Matthias Gotter nicht infrage.