Baden
Stadtammannwahl: Geri Müller sitzt fest im Sattel

Alles deutet darauf hin, dass sich der aktuelle Stadtammann Geri Müller kampflos im Amt bestätigen lassen kann. «Ich bin froh, dass ich mit grosser Wahrscheinlichkeit auch nach den Wahlen im Herbst Stadtammann von Baden sein werde», so Müller.

Martin Rupf
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Geri Müller hat gut lachen.

Geri Müller hat gut lachen.

Geri Müller, am 3. März dieses Jahres zum neuen Stadtammann von Baden gewählt, wird seinen Sitz bei den Erneuerungswahlen am 22. September wohl kampflos verteidigen.

Denn nach dem Rücktritt von CVP-Stadtrat Reto Schmid und der Ankündigung, dass CVP-Stadtrat Markus Schneider als Vizeammann kandidieren wird, sind die beiden letzten noch verbliebenen Anwärter auf den Ammann-Sitz aus dem Rennen.

Geri Müller kommentiert die Ausgangslage nüchtern: «Ich habe immer gesagt, dass ich mich nicht nur auf ein halbes Jahr einstelle.» Wenn er sich bis im Herbst nicht noch einen unglaublichen Fehltritt erlaube, dann dürfte seiner Wiederwahl tatsächlich nichts mehr im Wege stehen.

«Ausser, es meldet plötzlich noch ein Kandidat von ausserhalb des Stadtrates Ambitionen auf den Stadtratsitz an», sagt ein zuversichtlicher Müller.

Es fehlt eine bürgerliche Allianz

Von einem ungeschriebenen Gesetz, wonach ein amtierender Stadtammann nicht angegriffen werde, halte er nicht viel. Beziehungsweise habe er nicht ausgeschlossen, dass er sich im Herbst plötzlich einem Kandidaten hätte stellen müssen.

«Ich bin natürlich froh, dass ich mit grosser Wahrscheinlichkeit auch nach den Wahlen im Herbst Stadtammann von Baden sein werde», sagt Müller. Denn nach über drei Monaten einarbeiten, könne er jetzt endlich voll loslegen mit der politischen Arbeit.

«Ich habe bereits in den ersten Monaten viele positive Rückmeldungen erhalten – seien es persönliche oder auf den ganzen Stadtrat bezogen.»

Stadtrat Markus Schneider, der Anfang dieses Jahres im Kampf um den Ammann-Sitz Geri Müller im ersten Wahlgang unterlag und danach den Verzicht für den 2. Wahlgang bekannt gab, spielte bis zuletzt mit dem Gedanken, Geri Müller im Herbst noch einmal herauszufordern.

So sagte er in der Aargauer Zeitung vom 6. April 2013: «Ich würde auch jetzt noch gerne das Amt des Stadtammanns ausüben, ich werde nun abwarten, was die Parteileitung entscheiden wird.»

Intensiver Wahlkampf noch nicht verdaut

Doch nun kandidiert Schneider «nur» für das Vizeammann-Amt. Heisst das, die Partei wollte ihn nicht mehr als Ammann-Kandidaten aufstellen? Markus Schneider widerspricht: «Wir haben viele interne und externe Gespräche geführt.»

Dabei habe er feststellen müssen, dass der intensive Wahlkampf von Anfang Jahr noch nicht überall verdaut sei und noch viel Unausgesprochenes in der Luft hange. Kurz: «Um nochmals als Stadtammann-Kandidat anzutreten, hätte ich mir einer breiten bürgerlichen Unterstützung sicher sein müssen; dem war aber leider nicht so», sagt Schneider.

Er konzentriere sich jetzt voll auf seine Vizeammann-Kandidatur: «Ich bin sehr motiviert und sicher, dass es im Sinn der Bürgerlichen ist, in Baden neben Geri Müller einen bürgerlichen Vizeammann zu haben», ist Schneider überzeugt.