Baden

Stadtentwicklung betrifft alle – und alle sind auch eingeladen

Blick gegen Martinsberg: Wie viel Potenzial zur Entwicklung ist vorhanden? -rr-

Blick gegen Martinsberg: Wie viel Potenzial zur Entwicklung ist vorhanden? -rr-

Morgen Freitag findet im Werkk die Startveranstaltung zu den Themen Stadtfunktionen und Raumentwicklungskonzept statt.

An der Gestaltung der Zukunft soll auch der nicht organisierte Teil der Bevölkerung teilnehmen, der meistens bei der Mitbestimmung zu kurz kommt. Die Diskussion um das Thema Stadtentwicklung soll aber nicht Parteien, Vereinen und Kommissionen überlassen werden, sondern nach aussen transparent sein. Darum wurde die gesamte Bevölkerung zur Startveranstaltung vom Freitag, 18 Uhr, eingeladen.

Worum geht es? Die Kernfrage lautet, wie und wo sich die Stadt im Innern entwickeln soll. Zur Information dienen eine Ausstellung der Teambeiträge des Raumentwicklungskonzeptes (REK) und der Erhebungen, Prognosen und Thesen des Projekts Stadtfunktionen in der Halle der Alten Schmiede. Es soll ein Stimmungsbild mit Blick in die Zukunft der Stadt geschaffen werden. Der Abend wird abwechslungsweise gestaltet mit Referaten, Gruppendiskussionen und einer Podiumsdiskussion. Die Jugendlichen sind in diesem Prozess eine spezielle Zielgruppe. So werden am Vormittag zwei Bezirksschulklassen einen Workshop bestreiten; die Resultate werden am Abend und am Samstag ausgestellt.

Zwei Begriffe im Zentrum

Im Zentrum stehen die beiden Begriffe Stadtfunktionen (SF) und Raumentwicklungskonzept (REK), die als Projekte parallel geführt werden sollen. Basis der beiden Projekte bilden die Legislaturziele 2015–2018, darunter bei Ziel 6 «Umwelt und Raum» festhalten, dass eine BNO-Gesamtrevision eingeleitet sein muss.

Als Grundlage dient das Planungsleitbild 2026, das der Einwohnerrat im März 2014 beschlossen hat. Das wichtigste Instrument für die Umsetzung ist die Bau- und Nutzungsordnung (BNO), die in Baden letztmals 1995 umfassend revidiert worden ist. Zwar genehmigte der Einwohnerrat 2013/2014 eine umfassende Teilrevision der BNO und im Jahr 2015 die Teilrevision «Höhere Bauten». Um die raumplanerischen Herausforderungen der Zukunft koordiniert anzugehen, erfolgt ab 2018/2019 eine Gesamtrevision der BNO. Zur Vorbereitung werden nun in den zwei Projekten Stadtfunktionen und Raumentwicklungskonzept die Optionen der Stadtentwicklung aus unterschiedlicher Optik ausgeleuchtet.

Stadtfunktionen

Im Projekt Stadtfunktionen werden die drei Funktionen «Wohnen», «Arbeiten» und «Begegnen» auf ihre Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Zusammenhänge beleuchtet. Die Vorgaben des Planungsleitbilds 2026 werden in den Kontext der aktuellen Entwicklungstendenzen, Prognosen und lokalen Situation gestellt und geprüft. Diese dienen als Grundlage für die raumplanerischen Elemente Siedlung, Landschaft und Verkehr für das Raumentwicklungskonzept.

Raumentwicklungskonzept

Das REK thematisiert die räumlichen Potenziale der Innenentwicklung, die für verschiedene Szenarien des Bevölkerungswachstums im Spannungsfeld von Siedlung, Landschaft und Verkehr untersucht. Das REK bildet nicht nur die Grundlage für die Gesamtrevision der BNO, sondern generell den Orientierungsrahmen. Es hat aber auch einen richtungsweisenden Charakter für alle raumwirksamen Bereiche der Stadt wie unter anderen Verkehr, Wirtschaft, Soziales, Bildung. Der betrachtete Zeitraum reicht bis zum Jahr 2040.

In einer Phase 1 werden die wichtigen Themen der Innenentwicklung ausgelegt und der Handlungsbedarf evaluiert. Konkrete räumliche Entwicklungsstrategien für die Stadt werden dann in der Phase 2 erarbeitet. Die Projektleitung REK hat Gabriela Barman, diejenige der Stadtfunktionen Wladimir Gorko, von der städtischen Abteilung Planung und Bau respektive von der Entwicklungsplanung.

Stadtentwicklung, Auftaktveranstaltung am 4. November ab 18 Uhr im Werkk, alte Schmiede.

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Autor

Roman Huber

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