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Stadtfest Baden: Swissaid lässt Besucher über die Limmat «fliegen»

Am Seil über die Limmat. Bevorzugte Variante: Ab Hochbrücke (oberhalb Graben) bis ins Stolergut (Parkplatz neben Holzbrücke); Variante Theaterplatz: ab Theaterplatz bis unterhalb Brückenpfeiler Ost. -rr

Am Seil über die Limmat. Bevorzugte Variante: Ab Hochbrücke (oberhalb Graben) bis ins Stolergut (Parkplatz neben Holzbrücke); Variante Theaterplatz: ab Theaterplatz bis unterhalb Brückenpfeiler Ost. -rr

Das Schweizer Hilfswerk plant ein besonderes Engagement am Stadtfest 2012 in Baden. Swissaid will mit der Ropetech GmbH, als grosse Attraktion eine Seilbahn bauen, an der die Besucher über die Limmat «fliegen» können.

«Wir wollen uns einerseits mit diesem Event von vergleichbaren Aktivitäten anderer Hilfswerke abheben und andererseits die Kernbotschaft ‹Ihr mutiges Hilfswerk› verbreiten», sagt Jürg Erhart von Swissaid in Bern.

Bei dieser Seilbahn, in Fachkreisen als Tyrolienne oder «Flying Fox» bezeichnet, handelt es sich um eine Seilrutsche, bestehend aus zwei Tragseilen, die zwischen zwei Verankerungspunkten gespannt werden. Zusätzlich wird ein umlaufendes Rettungsseil installiert, mit dem Personen evakuiert werden könnten. An der Tyrolienne passiert der Benutzer hängend (und gesichert) eine Seilstrecke mit Gefälle. Mehrmals sind solche Seilbahnen, die nicht fachmännisch eingerichtet wurden, infolge von Unfällen in die Schlagzeilen gekommen. Erhart garantiert jedoch, dass Ropetech als professionelles Unternehmen für eine sichere Einrichtung garantieren kann.

Mutprobe ohne Risiko

Die Sicherheit kommt auch für Stadtfest-Co-Präsident Adi Hirzel zuerst. «Wir stehen dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber, sofern alle Bewilligungen eingeholt werden können und kein Risiko für Festbesucher besteht.» Festkomitee und Swissaid sowie das Ressort Sicherheit der Stadt stehen bereits miteinander in Kontakt. Vor Weihnachten seien weitere Abklärungen gemacht worden, erklärt Erhart zuversichtlich. Es gelte jetzt, zusammen mit den Festorganisatoren noch den richtigen Standort für den Startpunkt zu finden,

Externer Sicherheitsexperte zugezogen

Die Idee sei gut, doch es bestünden klare Auflagen, sagt Martin Zulauf, Chef Sicherheit der Stadt Baden. Man habe diese Swissaid unterbreitet. «Wir würden zudem noch einen externen Sicherheitsexperten beiziehen, verspricht Zulauf.

Swissaid hatte bereits in Bern ein ähnliches Projekt durchführen wollen, letztlich aber nicht die notwendigen Bewilligungen dazu erhalten. «Heute steht Baden im Vordergrund, weil uns eine positive Grundstimmung gegenüber unserem Vorhaben signalisiert worden ist», erklärt Erhart voller Zuversicht.

Mehr als Infotainment

Das Festpublikum soll während des Stadtfestes nicht nur mit Infotainment übers Hilfswerk versorgt werden, sagt Erhart: «Die Menschen könnten sich so aktiv beteiligen.» Die Sicherheit werde man gewährleisten: «Wir legen Wert darauf, dass alle Besucher zwischen 16 und 80 Jahren, die einigermassen fit sind, ohne Risiko diese Mutprobe bestehen können», so Erhart. Die Passagiere würden fachmännisch gesichert, alkoholisierte Festbesucher hätten keinen Zugang. Wegen der erhöhten Adrenalinproduktion würden die Teilnehmenden auch zu ihrem Gesundheitszustand befragt und müssten eine Erklärung unterschreiben.

Auch die Spenden sollen fliessen

Auf 75000 Franken werden die Unkosten für diesen 10-tägigen Auftritt budgetiert. Pro Seilbahnfahrt wird Swissaid um einen Spendenbeitrag nachsuchen. «Nebst unserer Präsenz – auch in den Medien – rechnen wir damit, dass wir den Totalbetrag sämtlicher Kosten, die anfallen, über diesen Event mit Einnahmen wie Sponsoring und Beiträgen erwirtschaften werden», ist Erhart überzeugt.

Laut Projektleiter Jürg Erhart, der bei Swissaid für die Events zuständig ist, würden weitere Rahmenveranstaltungen unter anderem auch mit mutigen Promis organisiert. Ebenso möchte man die Überflieger auch filmen und allenfalls Aufnahmen auf Facebook oder anderen Internetplattformen zu platzieren.

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