Baden

Stadtrat Baden: Erich Obrist setzt sich im zweiten Wahlgang klar durch

Bei den Ersatzwahlen für den Stadtrat Baden wurde der parteilose Erich Obrist klar gewählt. Obrist holte 3434 Stimmen. Sein Konkurrent Jean-Pierre Leutwyler (ebenfalls parteilos) kam nur auf 615 Stimmen.

Baden hat gewählt. «Einen Menschen und nicht einfach einen Politiker», sagte Ehrenbürger Sepp Schmid anlässlich der Wahlfeier von Erich Obrist in der «Rampe». Auch wenn eigentlich schon vor dem zweiten Wahlgang der «Mist geführt» war, fand sich eine grosse und illustre Gesellschaft ein. Personen aus allen Stadtparteien und verschiedenen Ecken der Kultur waren da zugegen, um mit ihrem neuen (parteilosen) Stadtrat ein Fest zu feiern.

Wahlfeier von Erich Obrist, neuer Badener Stadtrat

Wahlfeier von Erich Obrist, neuer Badener Stadtrat

In den zahlreichen Gratulationsbotschaften wurde auch die Bereitschaft spürbar, Obrist in zwei Jahren wieder zu unterstützen, allenfalls auch, wenn es um höhere Aufgaben gehen würde. Obrist freute sich über das gute Resultat und kündigte gegenüber Freunden und Unterstützern gleich selber an: «Ich hoffe, dass ich 2017 wieder mit euch rechnen darf.»

Neuer Badener Stadtrat Erich Obrist im Interview

Neuer Badener Stadtrat Erich Obrist im Interview

Obrist (55), nun Nachfolger von Daniela Berger (SP), holte am Wochenende 3434 Stimmen, während sein Konkurrent Jean-Pierre Leutwyler (ebenfalls parteilos) nur auf 615 Stimmen kam. Von den 11 680 Stimmberechtigten wählten lediglich deren 4738, was einer Stimmbeteiligung von 38,8 Prozent entspricht. 422 leere und 60 ungültige Wahlzettel dürften vor allem aus denjenigen Lagern stammen, deren Kandidaten im ersten Wahlgang auf der Strecke blieben. In Prozenten erreichte Obrist rund 74 Prozent aller Abstimmenden, während es Leutwyler auf 13 Prozent brachte. 13 Prozent legten leer ein.

Leutwyler: «So sei es»

Jean Pierre Leutwyler (42), erst im zweiten Wahlgang ins Rennen gestiegen, war am Sonntagnachmittag nur für eine schriftliche Stellungnahme erreichbar. Auf die erste Frage, wie seine erste Reaktion ausfalle, antwortete er knapp und bündig: «Baden hat gewählt. So sei es.» Ob er nicht enttäuscht sei? «Nein, ich bin nicht enttäuscht». Ob er denn eine Erklärung für die sehr deutliche Niederlage habe? «Herr Obrist scheint über die bessere Lobby zu verfügen.»

Auf die Frage, ob es Leutwyler im Nachhinein bereue, nicht mehr Wahlkampf betrieben zu haben, sagt er klar: «Nein.» Auch bereue er es nicht grundsätzlich, auf gewisse Stimmen gehört zu haben, die ihn zur Kandidatur überredet hätten. Und auf die letzte Frage, ob mit ihm bei den Gesamterneuerungswahlen im Herbst 2017 zu rechnen sei, kommt eine klare, wie auch wiederum knappe Antwort: «Nein.»

Im ersten Wahlgang hatte sich Erich Obrist gegen Mario Delvecchio (FDP) als schärfstem Mitbewerber mit über 500 Stimmen durchgesetzt. Jürg Caflisch, sein ehemaliger Parteikollege und Bezwinger in der innerparteilichen Ausmarchung, lag abgeschlagen zurück. Jean-Pierre Leutwyler meldete sich kurz vor Torschluss der Anmeldefrist für den zweiten Wahlgang an.

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