Denkmalschutz
Stadtrat Baden geht nicht vor das Verwaltungsgericht

Das Schützenhaus sollte abgerissen werden um ein Wohnquartier zu bauen. Doch die Parzelle wurde unter Denkmalschutz gestellt. Nachdem eine Beschwerde des Stadtrats abgelehnt wurde verzichtet die Stadt nun darauf vor das Verwaltungsgericht zu gehen.

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Das Schützenhaus in Baden

Das Schützenhaus in Baden

Walter Schwager

Die Stadt Baden geht nun doch nicht vors Verwaltungsgericht bezüglich des Denkmalschutzes für das Schützenhaus. Aber der Reihe nach. Im November 2004 ging das Schützenhaus von der Schützengesellschaft beziehungsweise der Stiftung Belvédère in den Besitz der Ortsbürgergemeinde über. Diese verfügte somit über 14000 Quadratmeter Bauland - inklusive Schützenhaus-Parzelle.

Im Sommer 2008 startete dann das Planungsverfahren mit einem Ideenwettbewerb. Die Wettbewerbsteilnehmer erhielten damals keine Vorgaben zum Umgang mit dem Schützenhaus, obwohl das 1902 erbaute Schützenhaus auf der Allmend laut kantonaler Denkmalpflege als einmalig im Kanton gilt.

Finanzieller Verlust bei Verzögerung

Das Siegerprojekt von Azzola Durisch Architekten ging von einem Abbruch des Schützenhauses aus und sah eine Überbauung mit rund 40 Wohneinheiten vor. Doch die Parzelle wurde vom Regierungsrat unter Denkmalschutz gesetzt. So wurde auch eine Beschwerde des Stadtrats aufgrund des Denkmalschutzes abgelehnt. Die Stadt Baden verzichtet nun auf einen Weiterzug des Beschlusses betreffend der Unterschutzstellung des Schützenhauses an das Verwaltungsgericht.

Die Chancen eines erfolgreichen Prozessausgangs seien schwierig zu beurteilen. Zudem entstünde bei einem Weiterführen vor das Verwaltungsgericht ein grosser finanzieller Verlust, der auch bei einem positiven Ausgang des Verfahrens vorhanden wäre.

Im Rahmen der Weiterbearbeitung des Wettbewerbsergebnisses wurde als Variante die Überbauung mit Erhaltung des Schützenhauses aufgezeigt. Beide Varianten führen zu einer guten Überbauungslösung mit gleicher Nutzungsdichte. (mau)