Was Investor Benno Zehnder bereits vergangene Woche verkündete, ist nun offiziell: Der Stadtrat hat die Baubewilligung für das Thermalbad (Baufeld I) sowie das Wohn- und Ärztehaus (Baufeld II) erteilt.

Ausserdem hat er grünes Licht gegeben für den Bau einer Tiefgarage mit 450 Parkplätzen sowie für die Neugestaltung der Parkstrasse.

Die Bewilligungen seien unter Auflagen erteilt worden, heisst es in der Mitteilung der Stadt Baden weiter. Sie betreffen Organisatorisches rund um den Bauablauf sowie Themen wie beispielsweise Erschliessung, Mobilität, Energie und Hochwasserschutz.

Damit der Baustart des Bades von Architekt Mario Botta erfolgen könne, müssten diese Auflagen fristgerecht erfüllt werden. Noch nicht bewilligt ist das Gesuch für das dritte Baufeld, wo die ehemaligen Bäderhotels Verenahof, Ochsen und Bären stehen. Dort entsteht eine Gesundheits- und Rehabilitationsklinik.

Das Baugesuch befindet sich im Bewilligungsverfahren. Bald wird sich der Badener Einwohnerrat mit dem Bäderquartier befassen: An einer der nächsten Sitzungen werden ihm die Baukredite zum Mättelisteg sowie zur Umgebung der Baufelder I und II vorgelegt.

Noch ausstehend ist die Baubewilligung für den Umbau von Teilen der früheren Hotels Verenahof, Ochsen und Bären, die in das 160 Millionen Franken teure Projekt miteinbezogen werden sollen. Gebaut wird ein Gesundheits-, Präventions- und Rehabilitationszentrum mit Arztpraxen, 35 Wohnungen, ein Diagnostik- und Therapiezentrum sowie ein Zentrum für ganzheitliche Chinesische Medizin.

Hinter dem Projekt steht die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden mit ihren Tochtergesellschaften ThermalBaden AG, ThermalPark AG und RehaClinic. Letztere betreibt schweizweit sechs Kliniken und elf Ambulatorien. Die Eröffnung des neuen Thermalbades war ursprünglich für September 2018 vorgesehen.

Das frühere Thermalbad in Baden wurde Ende Juni 2012 wegen finanziellen Problemen geschlossen. Die Betreiberin des Bades, die Verenahof AG, begründete damals das Aus mit sinkenden Besucherzahlen sowie hohen Unterhalts- und Betriebskosten. Schon damals stand ein Neustart mit einem Neubau im Vordergrund.