Umbau

Start einer neuen Epoche: Ein Gemeinschaftszentrum für Baden

Am Samstag wurde dem Verein «Gärtnerhaus» im Kurpark feierlich der Schlüssel übergeben.

Am Samstag wurde dem Verein «Gärtnerhaus» im Kurpark feierlich der Schlüssel übergeben.

Erst sollte das Gärtnerhaus im Kurpark abgebrochen werden – nun ist ein Treffpunkt geplant. Bereits ab September ist eine Zwischennutzung für Kurse oder andere Anlässe geplant.

Für das alte Gärtnerhaus im Kurpark in Baden hat eine neue Epoche begonnen. Eine Gruppe freiwillig engagierter Personen plant, das Haus umzubauen und in einen grossen Raum zu verwandeln, der von Vereinen, der Jugendarbeit, dem Kurtheater und Privaten genutzt werden kann – ähnlich einem Gemeinschaftszentrum in Zürich.

Auf der Wiese vor dem Gärtnerhaus soll der 1200 Quadratmeter grosse Römergarten entstehen, der von Freiwilligen angelegt und gepflegt wird. Das teilt der Trägerverein Gärtnerhaus mit, der am Samstag gegründet wurde. Urs Urech, Präsident des neuen Vereins, begrüsste die fast 50 Anwesenden mit seiner Trompete. Der Vorstand besteht aktuell aus zehn Personen, darunter Vertreter des Römerquartiervereins, des Quartiervereins Meierhof, des Kurtheaters sowie des Römergartens. Auch eine Vertretung der Stadt Baden soll in Zukunft Einsitz im Vorstand haben.

Der Stadtrat Baden unterstützt beide Projekte und war am Samstag gleich mit zwei Mitgliedern vertreten: Regula Dell’Anno-Doppler (SP) und Philippe Ramseier (FDP). Immobilienvorsteher Ramseier übergab dem neuen Vereinsvorstand den Schlüssel des Gärtnerhauses und zeigte sich in seiner Ansprache erfreut über das Engagement der Anwesenden.

«Der Stadtrat will mit dazu beitragen, dass aus dem jetzt noch kleinen Flämmchen ein grosses Feuer der Begeisterung entfacht wird.» Nun sei es wichtig, dass der Verein die Finanzierung des Umbaus über Sponsoring und Spenden sicherstellen könne. «Bleibt weiterhin so mutig», sagte Ramseier.

Zuerst Zwischennutzung, dann Umbau

Dell’Anno übergab den Initiantinnen des Römergartens zwei Sträucher für den neuen Garten. «Wir im Stadtrat sind überzeugt von eurem Projekt und hoffen, dass da noch eine Menge dazukommt und zu blühen beginnt», sagte Frau Vizeammann. Der Römergarten sei eine Bereicherung für die Stadt Baden. 

Das Projekt Gärtnerhaus und Römergarten erhält nicht nur Unterstützung von der Politik, sondern auch von Quartiervereinen. Der Römerquartierverein hat an seiner Generalversammlung am selben Tag einen Beitrag von 5000 Franken für das Projekt bewilligt, der Quartierverein Meierhof sichert 1000 Franken zu. Nun werden weitere Sponsorengelder gesucht, um den Umbau zu finanzieren.

Der Trägerverein Gärtnerhaus plant, das Gärtnerhaus bereits ab September in einer Zwischennutzung für Kurse oder andere Anlässe zu vermieten. Nach der Sicherung der Finanzierung des Umbaus soll das Gärtnerhaus dem Verein von der Stadt im Baurecht abgegeben werden und anschliessend der ganzen Stadtbevölkerung als Treffpunkt und Veranstaltungsort zur Verfügung stehen.

Eigentlich hatte der Stadtrat geplant, das Gärtnerhaus abzubrechen. Der Römerquartierverein setzte sich für die Erhaltung des geschichtsträchtigen Gebäudes ein, das früher neben der Villa Burghalde stand und im Kurpark wieder aufgebaut wurde. Aus dieser Initiative ging der neue Verein hervor. 

Meistgesehen

Artboard 1