Wettingen
Startschuss für Murmel-Meisterschaften ist gefallen

Am Mittwoch fiel im Tägipark Wettingen der Startschuss zur Murmel-Schweizer-Meisterschafts-Qualifikation. Diese läuft noch bis Samstag. Anwesend war auch «Miss Earth» Irina De Giorgi.

Rosmarie Mehlin
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«Miss Earth» Irina De Giorgi und Heli-Pilot Anton Laube. zvg

«Miss Earth» Irina De Giorgi und Heli-Pilot Anton Laube. zvg

Miss, Modell, Murmeln, Meisterschaft und – noch drei M obendrauf – «Mensch gegen Maschine», das Motto für einen frühnachmittäglichen Anlass im Wettinger Tägipark. Dort steht ein grosser Sandkasten, in dem Fachmänner eine meisterliche, respektive meistertaugliche Sand-Murmelbahn gebaut haben.

Bis zum Samstag wird hier die Vorentscheidungen auf dem sandigen Weg zum Titel eines Murmel-Schweizermeisters ausgetragen. Endgültig ermurmelt wird der Titel am 21. Juli im waadtländischen Dorf Allaman. Von dort wird der Weg für den oder die siegreiche CH-Murmlerin im August an die Murmel-Weltmeisterschaft nach Frankreich führen.

Daheim in Basel hatten wir einst auf dem Asphalt unsere Glugger-Strassen-Meisterschaften ausgefochten. Wir waren unglaublich stolz auf unsere bunten Glugger und nahmen die Sache enorm ernst. Allerdings, weitaus weniger ernst als die Veranstalter die Murmel-Schweizermeisterschaft nehmen.

Bahn frei für murmelnde Streber

Na ja, man kann ja auch Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, Asphalt nicht mit Sand, eine Miss nicht mit einer Maschine. Letztere gaben gestern dem Startschuss zur Murmel-Qualifikation das nötige Gewicht und das gebührende hohe Ansehen. Die Miss heisst Irina De Giorgi, ist 22-jährig, blond, setzt sich für Umweltschutz und soziale Belange ein, wie sich das für sämtliche 89 amtierenden «Misses Earth» gehört, ergo auch für die «Miss Earth Schweiz». Die Maschine ist ein Modell-Helikopter, respektive eine Drohne, aus der Firma von Anton Laube in Station Siggenthal.

Miss Irina trat als Erstes in die Sandarena. Mit dem Zeigefinger spickte sie eine weisse Murmel über eine gewisse Berg-und Tal-Distanz und retour, was sich durchaus als nicht ganz einfach erwies. Dann war die Drohne dran. Die Murmel an einem Faden an ihrem Bauch hängend, absolvierte sie dieselbe Distanz in weniger als der Hälfte der Zeit. Wen wunderts? Allerdings führte die Drohne die Murmel alles andere als präzise über die Bahn, was der Speaker aber überhaupt nicht bemängelte. Vielmehr redete er von Abwinden und davon, wie megaschwierig so ein Heli-Modell zu fliegen sei.

Damit waren Miss Irina, Pilot Laube, das Publikum und die Veranstalter restlos zufriedengestellt und die Sandbahn frei für murmelnden Streber von 7 bis 77 Jahren nach einem Meistertitel.

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