Wo am Samstag die Investoren, Vertreter von Verbänden und Politiker den Baubeginn einläuteten, sollen schon Ende Jahr die ersten Gebäude bezugsfertig sein, kündigte Beat Anliker, Verwaltungsratspräsident der GoEasy Freizeit & Event AG, an. Dank moderner Modulbauweise (Anliker: «Ähnlich wie beim Bau des neuen World Trade Center in New York») sollen die beiden geplanten Dreifach-Sporthallen in Station Siggenthal mit Platz für 2000 Zuschauer spätestens im Januar bespielbar sein. Fürs Frühjahr 2016 ist der Bezug des 60-Betten-Sporthotels vorgesehen. Das rund 1800 Quadratmeter grosse Fitnessstudio solle im September 2016 eröffnet werden, erklärte Anliker.

Waren die Projektverantwortlichen Anliker zufolge bei den Details der Finanzierung bisher zurückhaltend, sind diese nun bekannt: Mit 4 Millionen Franken aus dem Swisslos-Sportfonds können die Initianten rechnen, gab Regierungsrat Alex Hürzeler bekannt. 1,2 Millionen Franken kommen aus dem Fonds Nationales Sportanlagenkonzept (Nasak) hinzu sowie eine nicht näher bezifferte Summe, die mit dem System Crowdfunding aufgetrieben wurde. Insgesamt fliessen in die GoEasy-Sport- und -Freizeitarena 12 Millionen Franken.

Hürzeler sagte, dass der Kanton im Grunde schon seit Jahrzehnten nach einem solchen Zentrum gesucht habe, bisher aber nie einen Investor dafür fand. Aarau erwarte viel von der in Siggenthal angestrebten Aus- und Weiterbildung von im Breitensport tätigen Ehrenamtlichen, wo auch das Problem der Unterbringung gelöst ist. GoEasy sei ein «kantonales Zentrum mit nationaler Bedeutung», so Hürzeler, wo künftig beispielsweise die Aargauer Sportgala stattfinden könnte.

«Ich war von Anfang an vom Erfolg des Konzepts überzeugt, auch als Präsidentin von Inklusion Handicap», sagte Ständerätin Pascale Bruderer. Ausstrahlen werde die Arena weit über die Region hinaus, setze sie doch beim Behindertensport neue Massstäbe.

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