Der Grund: Die steigenden Temperaturen tauen nach einer langen Frostphase das Eis auf. Eis, das sich oft in Gesteinsritzen oder in Felsspalten befindet.

Die Folge: Steine und Felsen, die zuvor durch das Eis zusammengehalten wurden, rollen oder fallen zu Tal.

So etwa auch am Lägernhang, oberhalb des Naherholungsgebietes Eigi. «Einzelne Steine haben sich gelöst, das ist für diese Jahreszeit normal,» sagt Markus Byland, stellvertretender Leiter des Forstbetriebes in Wettingen. Doch gefährlich sei das nicht – ausser man habe riesiges Pech. «Der Hang ist sicher und stabil, weshalb wir auch keine Schutzvorrichtungen anbringen müssen», sagt Byland.

Ähnlich tönt es bei Bruno Schmidli, Revierförster Baden: «Wir haben eigentlich keine Probleme mit Steinschlägen.» Einzig im Kappelerhof, bei der Unterwilerbergstrasse, würden sich von Zeit zu Zeit Steine lösen. «Aber eine Gefahr geht davon nicht aus», beruhigt Schmidli.

Schutzwald am Villiger Geissberg

Schon einige Jahre ist es her, als in Villigen ein grosser Felsbrocken den Weg vom Villiger Geissberg ins Dorf fand und dort grossen Schaden anrichtete. «Auch dieses Jahr sind wieder Steine gekommen, sagt Revierförster Oliver Frey. «Wir behalten die Situation im Auge.» Doch die Gefahr eines erneuten Schadens sei klein.

So sorge ein Schutzwald für Sicherheit. «Zudem landen viele Steine auf dem Maschinenweg, der im Wald wie eine erste Barriere wirkt», sagt Frey. Weitere Sicherheitsmassnahmen würden sich am Villiger Geissberg nicht aufdrängen.