1.-Liga-Fussball
Steigt der FC Baden auf? Trainer Gabriele: «Jetzt dürfen wir nicht patzen»

Dem FC Baden gelang am Samstag im Derby gegen Zofingen der zehnte Sieg in Folge. Kein anderes Team in der Liga ist derzeit so konstant. Jetzt kommt es am Wochenende zum grossen Finale. Dem FC Baden winkt ein Aufstiegsplatz in die erste Liga Promotion

Merken
Drucken
Teilen
Badens Trainer Francesco Gabriele

Badens Trainer Francesco Gabriele

Alexander Wagner

Danijel Kovacevic gelang am Samstag im Aufstiegsrennen der goldene Treffer für den FC Baden im Derby gegen Zofingen. Es ist der zehnte Sieg in Folge. Baden festigt damit eindrücklich den dritten Platz in der ersten Liga – mit 57 Punkten.

Vor den Aargauern sind nur Old Boys (59 Punkte) und Breitenrain (58) klassiert. «Mit diesem sehr wichtigen Sieg konnten wir die Spannung aufrechterhalten», sagte Francesco Gabriele, Trainer des FC Baden nach dem Spiel gegenüber der az. Und tatsächlich: Ein Spiel vor Schluss kann der FC Baden dank des Sieges noch immer den eminent wichtigen zweiten Platz ergattern und sich damit einen Aufstiegsplatz in die neu gegründete 1.-Liga-Promotion sichern.

FC Baden gewinnt mit 1:0 gegen Zofingen
4 Bilder
Stefan Amacker (Zofingen, in Blau) gegen Mathias Welti (Baden)
Rainer Bieli (Baden) muss verletzt vom Platz
Yves Scherrer (Baden) scheitert an Torhüter Andreas Hirzel

FC Baden gewinnt mit 1:0 gegen Zofingen

Daniela Frutiger

Das Kollektive als Rezept

Im Januar lagen die Badener noch auf Platz 8 mit 11 Punkten Rückstand auf den Leader. Dann übernahm Francesco Gabriele das Team und es ging einen Ruck durch die Mannschaft: Die letzten zehn Spiele gewann der FC Baden in der 1. Liga (Gruppe 2) allesamt.

«Als ich die Mannschaft übernahm, habe ich gemerkt, dass man den Spielern nicht viel lehren muss – zu gross war schon zu Beginn dieser Saison das Potenzial dieser Mannschaft. Wir haben seither viel mehr am Kollektiven gearbeitet und ich habe der Mannschaft das Vertrauen geschenkt», sagt Trainer Gabriele.

Rainer Bieli: Gesundheit geht vor

Stürmer Rainer Bieli, prallte am Samstag im Spiel gegen Zofingen bereits in der achten Minute mit dem Gästekeeper Andreas Hirzel zusammen und musste ausgewechselt werden. Es geht im heute den Umständen entsprechend gut. «Wir werden gegen Ende Woche gemeinsam abschätzen, ob er der Mannschaft im letzten Spiel helfen kann. Wer mich aber kennt, weiss, dass die Gesundheit vorgeht. Wir wollen nichts riskieren», sagt FC-Baden-Trainer Francesco Gabriele. Derzeit trainiere Bieli (noch) nicht mit der Mannschaft. (sha)

Welches Team patzt?

Um mindestens den zweiten Aufstiegsplatz zu erreichen, braucht der FC Baden am Samstag auswärts gegen Solothurn (16 Uhr) zwingend einen Sieg. «Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Solothurn schloss die Hinrunde schliesslich auf Platz drei ab. Das Team hat offensiv gute Qualitäten, es ist aber immer wieder auch von der Tagesform abhängig», weiss Gabriele, der täglich mit dem Auto beim Stadion des FCS vorbeifährt und deren Junioren gecoacht hat. Gabriele traue es seiner Mannschaft aber zu, dass sie das Spiel auswärts in Solothurn gewinnen. «Wir dürfen jetzt einfach nicht patzen.»

Brisant sind auch die Spiele im Fernduell mit Old Boys und Breitenrain. Beide haben ebenfalls schwierige Spiele vor sich: Old Boys muss auswärts gegen Serrières ran, Breitenrain spielt beim FC Zürich (U21). «Ich hoffe, dass die Gegner ihr Bestes geben. Auch diejenige Mannschaften, die nichts mehr erreichen können», sagt Gabriele und weiss: «Dennoch dürfen wir uns nicht ablenken lassen. Wir werden unseren Job machen und werden sehen, ob es reicht. Die Mannschaft hätte es verdient.» (sha)

Ausstehende Spiele, alle am Samstag, 16 Uhr:

FC Solothurn - FC Baden

FC Zürich - Breitenrain

Serrières - Old Boys

1. Liga - Gruppe 2

1. BSC Old Boys 29 Spiele / 59 Punkte
2. FC Breitenrain 29 / 58
__________________________________
3. FC Baden 29 / 57
4. FC Zürich U-21 29 / 51
5. FC Münsingen 29 / 47
6. FC Basel 1893 U-21 29 / 46
7. FC Solothurn 29 / 45
8. SC Dornach 29 / 43
9. FC Schötz 29 / 42
10. Grasshopper Club Zürich U-21 29 / 37
11. FC Serrières NE 29 / 32
12. FC Wangen b.O. 29 / 30
13. SV Muttenz 29 / 27
14. FC Thun Berner Oberland U-21 29 / 26
15. FC Grenchen 29 / 26
16. SC Zofingen 29 / 22