Baden

Sterk-Pioniergeist: Neues Trafokino-Soundsystem ist «wie 3-D für das Ohr»

Der Pioniergeist der Familie Sterk steckt auch in der vierten Generation. Mit Investitionen in die Soundtechnik, bequemere Sessel und besseres Beleuchtung wird dafür gesorgt, dass das Kino dem Home Cimema die Stirn bieten kann.

«Wollen wir unsere Kino attraktiv halten, müssen wir in die Zukunft investieren», sagt Alexandra Sterk, Geschäftsführerin der Sterk Ciné AG. Mit den neusten Investitionen ging es auch darum, dem technisch hoch entwickelten Home-Kino die Stirn zu bieten. «Kino muss ein Erlebnis bleiben», sagt Sterk.

«Das ist wie 3-D für das Ohr»

Die Digitalisierung der Sterk-Kinos und der Einzug von «3-D» liegt erst rund zwei Jahre zurück. Grössere Bedeutung misst Alexandra Sterk jedoch der neuen Soundtechnik bei. In den Sommermonaten sind die Kinosäle 1 und 2 mit Dolby Atmos ausgestattet worden. «Das ist wie 3-D für das Ohr», erklärt die Kinofrau.

In der Realität steckt jedoch eine komplexe Soundtechnik dahinter, die bereits bei den Filmaufnahmen die Tontechniker vor grosse Herausforderungen stellt. Fliegt im Film ein Vogel über die Kamera hinweg, so hat man mit dem neuen Soundsystem das Gefühl, als fliege er durch den Saal.

Mit dem Verschwinden der Filmrollen sei die Informatik eingezogen, und mit dem System Dolby Atmos noch verstärkt, sagt Stefan Jäger. Er erzählt, dass man für die neue Errungenschaft Dolby Atmos beziehungsweise um die Lizenz zu erhalten, strenge Anforderungen an Raum und Technik erfüllen musste.

40 Lautsprecherboxen wurden installiert, neu auch in der Decke. Zudem wurden für die tiefen Töne und Geräusche mehrere Subwoofer à 6000 Watt im Saal platziert. Jeder Lautsprecher wird vom Computer einzeln angesteuert, was eine umfangreiche Verkabelung benötigte. Der Dolby-Atmos-Einbau kostete 0,5 Millionen Franken.

In der Kinounternehmerfamilie ist man überzeugt, dass dies die Zukunft des Kinos sein wird. Im deutschsprachigen europäischen Raum waren es der 24. und 25. Saal, die mit Dolby Atmos ausgestattet worden sind; in der Schweiz gab es vorher erst zwei solcher Säle.

Den Entscheid für diese Investition trägt auch Peter Sterk mit, der als Verwaltungsratspräsident der Sterk Ciné AG nach wie vor hautnah am Kinogeschehen ist. Mit Stolz kann er beobachten, wie der Pioniergeist der Unternehmerfamilie auch von der vierten Sterk-Generation weiter getragen wird.

Bequemere Sessel, besseres Licht

Weitere 1,8 Millionen Franken investierte Sterk Ciné AG in alle fünf Kinosäle im Trafo. «12 Jahre nach Eröffnung ist eine Erneuerung notwendig geworden», sagt Alexandra Sterk. Die alten Sitzreihen wurden herausgerissen (und verkauft), neue Modelle französischer Herkunft eingebaut.

Die Farbgebung verleiht dabei den Sälen etwas mehr Eleganz. Die Beleuchtung im ganzen Trafokino besteht neu aus LED-Leuchten, womit das Licht verbessert und der Stromverbrauch gesenkt werden konnte. Auch Wände und Teppiche sind neu.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1