Würenlos

Sternsinger verbreiten Adventsstimmung

Der Chor der Sternsinger hat in der katholischen Kirche die Geschichte der Heiligen Drei Könige und des tanzenden Sterns erzählt. Wer sie verpasst hat, kann sie nächsten Sonntag in Wettingen nochmals sehen.

Ein Augenschmaus, der so richtig in die Adventszeit passte: Am Sonntagabend führten die Sternsinger in der katholischen Kirche von Würenlos das vierte Weihnachtsspiel von Suzanne Kaufmann-Rohr mit einem grossen Chor von Kindern und Erwachsenen auf. Sie erzählten die Geschichte der Heiligen Drei Könige und des tanzenden Sterns.

In Zweierreihen zogen sie über den Friedhof in die Kirche ein, die Kinder in Weiss, die Frauen in Schwarz, Grau und Rot, die Männer in Schwarz. Ihre wärmenden Gewänder bewegten sie gemächlich, als sie gleichmässigen Schrittes näher kamen. Die Blicke der Erwachsenen spiegelten Demut, das warme Licht der Kerzen erleuchtete ihre Gesichtszüge.

«Im Stall soll Wunder geschehen?»

Im Zentrum des Weihnachtsspiels standen drei Hirtinnen, die ihre Botschaft verkündeten. So wurde die Männerdominanz der Weihnachtsspiele und der biblischen Geschichten hier etwas aufgebrochen. Dennoch stellten sich die Könige unterwegs ein paar Fragen.

So meinte Balthasar: «Ich habe in alten Büchern gelesen, der neue Stern künde die Geburt eines Herrschers an. Wird er grösser sein als ich?» Und Kaspar fragte sich: «Ich habe auf meiner Reise das Elend der Menschen angetroffen. Wahrlich, eine neue Zeit muss werden. Wird er das ändern können?»

Und mehr zum Wunder erfahren wollte Melchior. «Ich habe in Palästen, in Samt und Seide gelebt. Hier im Stall soll das Wunder geschehen?». Ungläubig zogen sie am Stall vorbei.

Die Botschaft von Weihnachten überraschte auch die drei Hirtinnen in ihren Herzen. Sie mussten davon erzählen und so sangen sie etwa: «Der Himmel war offen» und «so viel Licht sah ich nie» oder «die Engel haben gesungen, vom Kind im Stall, von Friede auf Erden» und ermunterten die Könige: «Lauft mit uns, ihn zu sehen.»

Und nun, vor der Krippe, in der ärmlichen Einfachheit erkannten und bekannten die Hirtinnen und Könige je auf ihre Art und sangen: «Du wirst an mich denken, wenn du gross sein wirst» und «Du wirst uns hören, wenn wir dich bitten» oder «Du wirst die Menschen berühren und ihnen nahe sein».

Solche alte und neue Lieder bauten die Brücke von diesen wohltuenden Aussagen zu uns heutigen Menschen. Eine Geschichte, die das Herz berührte.

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