Bald flattert wieder die Steuererklärung ins Haus. Für viele eine Herausforderung. Um vor allem jungen Steuerpflichtigen beim Ausfüllen der Steuererklärung zu helfen, wurde die Website www.steuern-easy.ch lanciert. Stefan Eggmann, Leiter Steuern der Stadt Baden, findet die Homepage eine sinnvolle Hilfe. «Sie geht direkt auf die Bedürfnisse der Jungen ein. Bei der Steuererklärung hat jede Altersgruppe unterschiedliche Schwierigkeiten und Fragen.» Die Homepage wurde von Mitarbeitern verschiedener kantonaler Steuerverwaltungen und der Eidgenössischen Steuerverwaltung im Auftrag der Schweizerischen Steuerkonferenz erstellt. Jugendliche können anhand von Beispielen lernen, welche Dokumente sie brauchen und wie sie die Steuererklärung ausfüllen sollen. Häufige Fragen werden beantwortet und in einem Quiz kann das Wissen rund um das Steuerwesen erweitert werden.

Nicht nur Junge haben Probleme

Doch nicht nur junge Steuerpflichtige haben Probleme mit dem Ausfüllen der Steuererklärung. «Bei rund einem Viertel der eingereichten Steuererklärungen müssen wir Korrekturen vornehmen», sagt Eggmann. Von den 12 000 Steuerpflichtigen in Baden reicht ein Grossteil die Steuererklärung nach der Einreichfrist ein. Viele hätten jedoch ein Fristerstreckungsgesuch gestellt. «Etwa 15 Prozent machen das nicht und werden gemahnt. Wird die Steuererklärung noch immer nicht eingereicht, verschicken wir eine zweite Mahnung.» Dies betrifft zirka 7 Prozent der Fälle. Nur ein sehr kleiner Prozentsatz fülle die Steuererklärung trotzdem nicht aus. Bei diesem werden die Steuerfaktoren nach Erfahrungszahlen festgelegt. Ausserdem müssen die Verweigerer eine Busse zahlen.

Personen, die ihre Steuererklärung zu spät, nicht korrekt oder gar nicht einreichen, gibt es in allen Alterskategorien und Berufsgattungen. Grundsätzlich seien die Steuererklärungen, die mit dem Computerprogramm Easytax ausgefüllt werden, qualitativ gut. Easytax biete eine Hilfehotline an, an die sich viele wenden würden. Auch bei der Abteilung Steuern der Stadt Baden können sich die Steuerpflichtigen bei Fragen melden, sagt Eggmann. «Wir bekommen jedoch nicht viele Anrufe.»

Nicht nur diejenigen, die die Steuererklärungen ausfüllen, investieren viel Zeit. «Wir kontrollieren jede einzelne Steuererklärung», sagt Eggmann. «Für eine einfache brauchen wir fünf bis zehn Minuten. Für eine aufwendigere ein Mehrfaches.» Ein Veranlagungsbeamter mit einem 100-Prozent-Pensum hat über 1500 Fälle pro Jahr zu prüfen. Bis Ende Jahr seien etwa 85 Prozent der Steuererklärungen geprüft. In der Regel können die Veranlagungen innerhalb von neun Monaten nach Einreichung der Steuerformulare eröffnet werden.

Hilfe bei der Steuererklärung unter www.steuern-easy.ch