Die 95 anwesenden Stimmberechtigten sahen sich an der Gemeindeversammlung vom Freitagabend mit einer kurzen Traktandenliste konfrontiert. Nebst dem Protokoll der Sommergmeind, das genehmigt wurde, befanden die Anwesenden über das Budget mit einem Steuerfuss von neu 103 Prozent. Beides wurde mit grosser Mehrheit bei 17 Nein-Stimmen genehmigt. Wegen des dreiprozentigen Steuerfussabtauschs mit dem Kanton entspricht dies einer Steuerfusserhöhung um zehn Prozentpunkte.


Keine Chance hatte der Antrag von Finanzkommissionspräsident Stephan Seiler. Er beantragte, den Steuerfuss auf 110 Prozent zu erhöhen, was einer Steuerfusserhöhung um 17 Prozentpunkten entsprochen hätte. Seiler begründete den Antrag mit den künftig noch anstehenden Investitionen und der hohen Verschuldung der Gemeinde von rund 20 Millionen Franken. Der Finanzplan bis 2022 sieht Investitionen in höhe von rund 8,8 Millionen Franken vor. Seilers Antrag wurde jedoch mit grosser Mehrheit abgelehnt.


Trotz der Steuerfusserhöhung resultiert im Budget 2018 ein operatives Ergebnis von minus 480 500 Franken. Dank der Entnahme von 530 700 Franken aus der Aufwertungsreserve ergibt sich im Gesamtergebnis ein kleines Plus von 50 200 Franken.


Auch das neue Kinderbetreuungsreglement und das Elternbeitragsreglement haben die Stimmberechtigten mit grosser Mehrheit genehmigt. Guido Brügger stellte namens der FDP den Antrag, dass entsprechend dem Kinderbetreuungsreglement auch das Elternbeitragsreglement nur von der Gemeindeversammlung geändert werden kann. Die Anwesenden hiessen den Antrag mit grosser Mehrheit gut.