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Stiftung für Behinderte: Siegerprojekt für Neubau «Wynere»

Visualisierung des Siegerprojekts

Visualisierung des Siegerprojekts

Aus den sechs eingereichten Vorschlägen zum Neubau Mehrzweckgebäude «Wynere» empfiehlt das Preisgericht einstimmig das Projekt der Architekten Liechti Graf Zumsteg aus Brugg an der Büntstrasse zur Umsetzung.

«Insbesondere die gelungene Vereinbarung von städtebaulicher Disposition mit den Bedürfnissen der Bewohner und der Institution hat uns überzeugt», schreibt das Preisgericht in seinem Jurybericht.

Aufgrund der ständig wachsenden Nachfrage nach Wohn- und Beschäftigungsplätzen hat die arwo-Stiftung an der Büntstrasse in Wettingen im Jahr 2012 eine Baulandparzelle im Baurecht erworben. Im Herbst 2013 wurden aus 40 sich bewerbenden Architekturteams im Rahmen einer Präqualifikation sechs ausgewählt, welche am eigentlichen Projektwettbewerb teilgenommen hatten, wie die arwo Stiftung mitteilt.

Im Sommer reichten diese vier Architekturbüros aus Zürich und je eines aus Brugg und Wettingen ihre ausgearbeiteten Projekte ein. Das Preisgericht, zusammengesetzt aus vier Architekten und drei Personen aus dem arwo, wählte in anonymer Wahl einstimmig das Projekt «Tiqui – Taca» der Architekten Liechti Graf Zumsteg aus Brugg zur Umsetzung aus. Eine der grossen Herausforderungen sei gewesen, das erforderliche Raumprogramm ortsverträglich umzusetzen.

«Der gesamte Bau ist ein zusammenhängendes Gebäude, was kostenmässig und von der Effizienz her für die zukünftigen Arbeitsabläufe von grossem Vorteil ist», sagt arwo-Betriebsleiter Roland Meier. Dass das Gebäude trotzdem nicht massig, sondern leicht wirke und es somit ins bestehende Wohnquartier passe, sei durch die ideale Aufteilung von Wohn- und Mehrzweck-Gebäudeteilen mit verschieden hohen Geschossen erreicht worden. «Wir wollen ein Teil des Quartiers werden und bewusst nicht mit einem voluminösen Bau optisch dominieren.»

Der Innenhof präsentiert sich hell und ist mit Arkaden versehen.

Der Innenhof präsentiert sich hell und ist mit Arkaden versehen.

Der Neubau soll gemäss der arwo Stiftung der aktuellen Platznot und der wachsenden Nachfrage – insbesondere von immer älter werdenden Menschen mit Beeinträchtigung – im Wohnbereich entgegenwirken. Im Mehrzweckgebäude «Wynere» entstehen sollen ein Wohnheim im Gruppensystem mit 36 Wohn- und 2 Ferienplätzen, diversen Beschäftigungs- und Aktivierungsräumen sowie der neue Verwaltungsstandort für die Gesamtinstitution.

Zudem soll der Neubau einen Mehrzweckraum mit rund 200 Sitzplätzen und eine interne Cafeteria mit 30 Sitzplätzen bieten. Zentral wird auch die Betriebsküche sein, in der rund 500 Mittagessen gekocht werden. Mit der Fertigstellung des Neubaus, die Ende 2017 geplant ist, sollen Verwaltung und Betriebsküche inklusive Speisesaal vom heutigen Standort an der St. Bernhardstrasse an die Büntstrasse verlegt werden.

Durch diesen Umzug werden am heutigen Standort weitere dringend benötigte Räume für Beschäftigungs- und Aktivierungsprogramme frei. Eine unterirdische Garage soll dafür sorgen, dass die vorhandenen öffentlichen Parkplätze in der Umgebung nicht belastet werden. Zusätzlich wird es noch 8 Aussenparkplätze auf dem Gelände geben. «Mit dem Neubau sind wir gerüstet, auch in Zukunft für das Wohl von erwachsenen Menschen mit besonderen Arbeits-, Betreuungs- und Wohnbedürfnissen da zu sein», freut sich Meier.

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