Stetten

Stimmberechtigte genehmigen Mietvertrag für den neuen Kindergarten

Um- und Ausbau Kindergarten Stetten. Visualisierung Fassade Nord-Ost

Visualisierung des neuen Kindergartens in Stetten.

Um- und Ausbau Kindergarten Stetten. Visualisierung Fassade Nord-Ost

Die dritte Kindergartenabteilung, die sich derzeit in einem Provisorium im Primarschulhaus befindet, kann bald in die private Liegenschaft an der Unterdorfstrasse 4 einziehen. Der Stetter Heribert Huber baut sein Elternhaus auf eigene Kosten um und aus.

Die Stimmbürger genehmigten am Dienstagabend anlässlich einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung den Mietvertrag für die dritte Kindergartenabteilung an der Unterdorfstrasse 4. Nun kann die Gemeinde Stetten einen zehnjährigen Vertrag mit einem monatlichen Mietzins von 3100 Franken plus Nebenkosten mit dem privaten Grundeigentümer der Liegenschaft, Heribert Huber, abschliessen.

Dass das Geschäft kaum zu Diskussionen führen würde, zeichnete sich im Vorfeld ab: Die Stimmbürger hatten den Mietzins ab Juni bereits mit dem Budget 2017 an der letzten Wintergmeind genehmigt. Jedoch erhob nach der Versammlung ein Einwohner bei der kantonalen Gemeindeabteilung Beschwerde (siehe az vom 1.3.). Er verlangte, dass die Gmeind mit einem separaten Traktandum darüber abstimmen soll. Weil das Geschäft dringend ist, entschied sich die Exekutive, auf die Forderung einzugehen.

Freude über den Beschluss ist gross

Bevor es am Dienstagabend zur Abstimmung kam, erinnerte Schulpflegepräsident Damian Aegerter die 90 Anwesenden daran, dass das Provisorium im Primarschulhaus, in dem derzeit die dritte Kindergartenabteilung untergebracht ist, aufgrund steigender Schülerzahlen in Zukunft nicht mehr weiterbetrieben werden kann. «Ich hoffe, Sie stimmen geschlossen der Finanzierung zu», sagte er. Dem war auch so: Die Stimmbürger sagten ohne Gegenstimme Ja zum Mietvertrag. Gemeindeammann Kurt Diem (FDP) bedankte sich für das Vertrauen und sagte: «Wir sind erfreut, dass wir bald eine optimale, dritte Kindergartenabteilung führen dürfen.»

Auch Bauherr Heribert Huber war über den Entscheid erleichtert, baut er doch auf eigene Kosten sein Elternhaus um und aus. Die Bauarbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Geplant ist, dass der neue Kindergarten im August in Betrieb geht. Jedoch ist nicht sicher, ob der Zeitplan eingehalten werden kann. Denn: „Im Januar war es ziemlich kalt, weshalb es zu baulichen Verzögerungen kam“, sagte er. Man werde aber alles mögliche tun. Sollte der Bezug per August nicht möglich sein, wird das Provisorium bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens weiterbetrieben.

Huber investiert rund 1,4 Millionen Franken in die Liegenschaft. Während die dritte Kindergartenabteilung im Erdgeschoss auf 149 Quadratmetern seinen Platz findet, sind in den oberen Stockwerken Wohnungen geplant.

Weil das Quorum nicht erreicht wurde, unterliegt der Beschluss dem fakultativen Referendum.

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