Mellingen
Stimmbürger sind einverstanden mit Verschuldung

Der Schulhausneubau sorgt für hohe Investitionen im kommenden Jahr. Trotzdem will die Gemeinde die Steuern vorerst bei 105 Prozent belassen. Das könnte sich bereits 2016 ändern.

Sabina Galbiati
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Mellingen bekommt endlich sein neues Schulhaus.

Mellingen bekommt endlich sein neues Schulhaus.

Rolf Jenni

Die Gemeinde will im kommenden Jahr das neue Grundwasserpumpwerk «Maas» bauen. Die 76 Stimmbürger, die an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch teilnahmen, haben den Antrag des Gemeinderats angenommen. Läuft alles nach Plan, soll die Anlage im Frühjahr 2016 in Betrieb gehen und die Gemeinden Fislisbach und Mellingen mit zusätzlichem Wasser versorgen. Fislisbach hatte dem Gemeinschaftsprojekt bereits am 21. November zugestimmt.

Der Bau des neuen Schulhauses kann mit dem genehmigten Budget 2015 wie geplant weiter gehen. Die Gemeinde investiert im kommenden Jahr 8,8 Millionen Franken in den Neubau. Zudem kann die obere Bahnhofstrasse saniert werden, und das Hallenbad bekommt eine neue Lüftungs- und Klimaanlage.

Das Budget 2015 mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 105 Prozent sieht insgesamt Investitionen in der Höhe von rund 11,6 Millionen Franken vor. Weil mit den hohen Investitionen die Schulden von Mellingen auf rund 18 Millionen Franken ansteigen, hat Gemeindeammann Bruno Gretener bereits angekündigt: «Wir werden im kommenden Juni intensiv diskutieren, ob wir mit den 105 Prozent weiterarbeiten oder eine Erhöhung beantragen.»

Weiter stimmten die Versammelten allen Einbürgerungsgesuchen zu und hiessen die Kreditabrechnungen des Buswendeplatzes an der Birrfeldstrasse, der Sanierung Lindenmattweg und der Erweiterung der Stromversorgung Lindenplatz gut. Die Beschlüsse unterstehen dem fakultativen Referendum. Die Referendumsfrist läuft noch bis zum 29. Dezember.