Ehrendingen
Stimmvolk spricht sich gegen "Lägere-Arena" aus

Das Projekt Dreifach-Sporthalle Lägere-Arena wird nicht weiterverfolgt: Die Stimmberechtigten lehnen den Projektierungskredit von 80 000 Franken ab.

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Lägere-Arena

Lägere-Arena

ZVG

Das Resultat ist deutlich: 69 Prozent der Ehrendinger Stimmberechtigten (1252 Stimmen) schicken den Projektierungskredit für den Bau der Dreifachsporthalle Lägere-Arena bachab. Nur 31 Prozent (563 Stimmen) sprechen sich dafür aus. Dass der Entscheid so eindeutig ausfällt, überrascht: Im Vorfeld der Referendumsabstimmung rechneten die Befürworter, die Gegner wie auch der Gemeindeammann mit einem hauchdünnen Ergebnis.

Gemeindeammann Hans Hitz ist froh, dass der Entscheid klar ausgefallen ist. Nun sei deutlich geworden, wie es weitergehen soll: «Die Bevölkerung will nicht, dass die Planung der Lägere-Arena weiterverfolgt wird. Das ist so zu akzeptieren», sagt Hitz. Er glaubt, dass es die finanziellen Aspekte waren, die zu einem Nein geführt haben. Denn: Für den Bau und den Landerwerb der «Lägere-Arena» auf dem Areal Grosswiesen wären gemäss Schätzungen rund 5,2 Millionen Franken nötig gewesen – was eine Steuerfusserhöhung von drei Prozent zur Folge gehabt hätte.

Freude bei den Gegnern ..

«Wir sind hocherfreut und positiv überrascht, dass das Ergebnis so deutlich ausgefallen ist», sagt Jürg Hermann, Mediensprecher des Referendums-Komitees. Auch die hohe Stimmbeteiligung von 58,1 Prozent stimmt ihn freudig: Das zeige, wie wichtig das Thema für die Ehrendinger war. Der Entscheid gebe nun Freiraum, um sich anderen Infrastrukturprojekten zu widmen, solche die «allen Bevölkerungsschichten zugutekommen», sagt Hermann weiter.

.. Enttäuschung bei den Befürwortern
Peter Steimer von der IG Lägere-Arena, die für ein Ja gekämpft hatte, ist ob des Resultates enttäuscht: «Schade, hat man den Mut nicht, selber Verantwortung zu übernehmen und in die Entwicklung der Region Lägere Nord zu investieren.» Man habe sich enorm für das Projekt engagiert, auch finanziell, von dem vor allem Sportvereine, Kinder und Jugendliche profitiert hätten. Steimer befürchtet, dass Ehrendingen zu einer Schlafgemeinde verkommt. «Nun gilt es abzuklären, wie es für die Vereine weitergeht», sagt Steimer. Die IG selber werde das Projekt nicht mehr weiterverfolgen, sie habe ihren Teil gemacht.

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