Von Freitag bis Montagmorgen müssen Autofahrer mit Verkehrsbehinderungen am Schulhausplatz rechnen – wer von Dättwil her via Mellingerstrasse nach Baden fährt, wird vor dem Schulhausplatz auf die Gegenfahrbahn umgeleitet. Grund dafür: Quer über die Fahrspur aus Richtung Dättwil klafft ein fünf Meter tiefer und zehn Meter langer Graben.

Die Kanalisationsleitung von der Mittelinsel der Mellingerstrasse zum Anschlussschacht in der Einfahrt der Zürcherstrasse konnte nicht wie geplant ohne Graben verlegt werden. «Aufgrund der geologischen Untersuchungen rechneten wir mit mehr Lehmanteil im Boden», sagt Projektleiter Urs Grimm von der Gähler und Partner AG. «Wir trafen beim Bohren aber auf viel loses Gestein und Kies – die Erde war zu locker, um sauber durchbohren zu können.» Und Christian Wolff von der Abteilung Tiefbau der Stadt Baden ergänzt: «Der Bohrkopf braucht einen festen Gegendruck – das war hier nicht der Fall.»

Also muss der ganze Boden aufgerissen werden, um die Rohre verlegen zu können. «Um den Verkehr so wenig wie möglich zu belasten, haben wir uns gemeinsam mit der Bauherrschaft und der Unternehmung entschieden, die Arbeiten konzentriert als 24-Stunden-Betrieb an einem Wochenende in den Sportferien durchzuführen», sagt Grimm. Tag und Nacht werden die Arbeiter damit beschäftigt sein, die Rohre zu verlegen. Vor allem in der Nacht auf Samstag sei mit erhöhten Lärmemissionen zu rechnen, sagt Grimm: «Mit einem Bagger wird der Graben ausgehoben.» Am folgenden Tag werden die Leitungen verlegt und einbetoniert, während am Sonntag die Bauarbeiter den Graben wieder aufschütten und den Fahrbahnbelag einbauen. «Am Montagmorgen ist die Fahrspur wieder offen.»