Gegen die Sanierung des Zentrumsbereiches sind fünf Einwendungen eingegangen. Zwei davon richten sich gegen den geplanten Kleinkreisel an der Abzweigung nach Busslingen. Dies wäre die zweite Bauetappe der Kantonsstrassensanierung. «Von den fünf Einwendungen ist nur noch eine hängig», sagt Kurt Scherer, Gemeinderat und Verantwortlicher für Tiefbau der Gemeinde.

Bei der Einwendung geht es um ein angrenzendes Stück Land von 50 Quadratmetern. Dieses benötigt die Gemeinde, um den Bau des Kleinkreisels realisieren zu können. Darüber ist der Besitzer des Grundstücks, Josef Attiger, gar nicht erfreut: «Ich will mein Land nicht zur Verfügung stellen», sagt er und erklärt, «es würde meine Parzelle entwerten». Er betont, dass er die Form seiner Parzelle beibehalten möchte. «Ich sehe den Nutzen eines Kleinkreisels einfach nicht», sagt er. Der Kleinkreisel würde für Lastenzüge ein Hindernis darstellen. «Sie müssten wohl über den Kreisel fahren.» Nun laufen zwischen Attiger und dem Kanton, der Bauherr des Projektes ist, Verhandlungen über eine Lösung. Fakt ist: Die Gemeinde und der Kanton wollen an dem geplanten Kleinkreisel festhalten. «Wird keine Lösung im Streit gefunden, wird es wohl eine Enteignung geben», vermutet Scherer.

Kreisel Staretschwil vorgezogen

«Wir wollen den Zeitplan für die Gesamtsanierung unbedingt einhalten», sagt Scherer. Damit das möglich ist, wird die dritte Etappe der zweiten vorgezogen. Konkret: Zuerst wird der grössere Kreisel Staretschwil gebaut. Erst danach wird der Zentrumsbereich mit dem Kleinkreisel saniert. Da es gegen die Bauetappe im Weiler Staretschwil keine Einsprachen gegeben habe, könne im Spätfrühling mit dem Bau begonnen werden. Der Kanton hat dafür bereits die Freigabe erteilt. Für die Gemeinde sei es wichtig, dass die Bauzeit des Gesamtprojekts eingehalten werden könne, so der Gemeinderat. «Der Finanzplan der Gemeinde ist auf alle Bauvorhaben abgestimmt.» Dieser Plan sieht vor, dass die Überschuldung der Gemeinde die 12-Millionen-Grenze nicht übersteigt.

Momentan ist die Sanierung der Hochstrasse, der ersten Bauetappe, in vollem Gang. Gemäss Scherer sei man gut im Zeitplan: «Die Werkleitungen sind fertig. Momentan erfolgt noch die Sanierung der Strasse ausserorts und das Betonieren der Bushaltestellen.» Sofern sich das Wetter nicht verschlechtert, wird der Bau bis April beendet sein, sagt Scherer.