Die Bevölkerung in der Region Baden fühlt sich eigentlich sicher. In der Umfrage der ZHaW gaben über 96 Prozent der Befragten an, sich "sicher" oder "sehr sicher" zu fühlen. Nachts ist das gute Gefühl naturgemäss etwas abgeschwächt, besonders bei älteren Menschen über 65 Jahren, wie die Stadt Baden am Mittwoch mitteilt. 

Bei 66 Prozent der Befragten hat sich das Sicherheitsgefühl in den letzten Jahren nicht verändert. Gut 22 Prozent geben an, dass sie sich eher unsicherer fühlen als zuvor. Bei gut 6 Prozent ist das Gegenteil der Fall.

Im eigentlichen Wohngebiet fühlen sich knapp 98 Prozent "sicher" bis "sehr sicher". Nachts liegt der Prozentsatz bei gut 82 Prozent. Dieser Wert ist stark davon abhängig, wie gut die Beleuchtung ist. Den besten Wert gaben die Befragten den Gemeinden Ennetbaden und Freienwil.

Sicherheitsprobleme

Littering, undisziplinierte Verkehrsteilnehmer und Vandalismus erachten die Befragten als grösstes Sicherheitsproblem, Junge etwas weniger als Ältere. Doch messen sie diesen Punkten insgesamt nur wenig Gewicht bei. Als noch geringere Probleme erachtet die Bevölkerung Strassenkriminalität, Bettler, Belästigungen oder Beleidigungen.

Es gibt örtliche Unterschiede. In Würenlingen ist undiszipliniertes Verhalten im Strassenverkehr ein Thema. In Obersiggenthal sind es Einbrüche. 

Polizeiarbeit

Gewünscht sind trotz ausgeprägtem Sicherheitsgefühl mehr Patrouillen in der Region durch die Stadtpolizei Baden.

In den letzten Jahren ist gemäss ZHaW die Zufriedenheit mit der Polizei bei fast 15 Prozent der Bevölkerung gestiegen. Nur 5 Prozent gaben an, die Polizei arbeite weniger gut.

Die Stadtpolizei will auf diese Forderungen reagieren, wie Baden mitteilt, und die Präsenz uniformierter Polizisten erhöhen. Auch die Präventionsarbeit soll verstärkt werden.

Die Umfrage soll in den Jahren 2020/2021 wiederholt werden.