Süpercross Baden
Süpercross Baden setzt ein Zeichen für den Radquer-Sport

Diesen Sonntag findet in Baden zum ersten Mal ein Süpercross statt. Es ist dies ein Radquerrennen auf der Baldegg. Dabei soll die Sportart wieder einem breiteren Publikum näher gebracht und attraktiver gemacht werden.

Daniel Meyer
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Seit Jahren schon mischt die Schweiz erfolgreich im Mountainbike-Sport mit. Vielfach geht dabei vergessen, dass in früheren Jahren eine andere Sportart populär und bei weitem nicht nur der Wegbereiter für den Mountainbike-Sport war: der Radquer-Sport. Er wurde in den letzten Jahren immer mehr vom Mountainbike verdrängt und fristet mittlerweile ein Schatten-dasein.

Radquer soll wieder attraktiv werden

Während sich früher Albert Zweifel oder Peter Frischhknecht in Radquer-Rennen duellierten, passiert dies heute bei Florian Vogel oder Nino Schurter bei den Mountainbike-Rennen. Nun haben die Mannen um Christian Rocha, dem OK-Präsidenten des Süpercross Baden und ehemaligem Elite-Fahrer, einen Event auf die Beine gestellt, der dem Radquer-Sport wieder zu mehr Popularität verhelfen soll. Nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für Sponsoren soll die Sportart wieder attraktiver werden. Sponsoren zu finden sei gar nicht so einfach gewesen, musste doch oftmals erst erklärt werden, um was für eine Sportart es sich handelt, erklärte Rocha gegenüber dem Schweizer Radio DRS.

Auch hofft Rocha, mit dem Event die Sportart bei den Vereinen und damit beim Nachwuchs wieder etablieren zu können. Doch ist er sich bewusst, dass dies ein langwieriger Prozess ist. In erster Linie soll mit der Veranstaltung nächsten Sonntag ein Zeichen für die Sportart gesetzt werden.

Das Rad der Zeit nicht zurückdrehen

Dabei soll das Rad der Zeit nicht zurückgedreht und der Radquer-Sport auf Kosten des Mountainbike-Sports populär gemacht werden. Vielmehr ist Rocha überzeugt von der Attraktivität der Sportart, sofern ihr eine Plattform geboten wird.

Um dies Attraktivität muss man sich in Baden wohl kaum Sorgen machen, denn gleich bei der Erstaustragung macht das Team Nägel mit Köpfen: Mit Zdenek Stybar konnte der Weltmeister der letzten beiden Jahre verpflichten werden. Auch ist mit dem französischen Meister Francis Mourey die Weltnummer 5 am Start, ebenso wird mit dem Italiener Enrico Franzoi ein Top-Fahrer starten. Auch starke Schweizer wie Marcel Wildhaber, Simon Zahner, die Gebrüder Flückiger und Martin Gujan werden es den internationalen Top-Fahrern so schwer wie möglich machen.

Bereits im internationalen Radquer-Kalender

Ein weiterer Coup ist dem OK gelungen, indem der Event bereits in den internationalen Radquer-Kalender aufgenommen wurde. Man habe diesen Status gleich zu Beginn erwerben wollen, «denn wenn man klein anfängt, ist es schwierig, sich dann zu steigern».

Kommt schon bald die Serie?

Erst müsse der Anlass in Baden gelingen, doch dann könnte vielleicht sogar eine Süpercross-Serie lanciert werden. Zweifellos würde die Attraktivität gesteigert, wenn es mehr Rennen gäbe, so Rocha.

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