Eigentlich war es eine äusserst ruhige Gemeindeversammlung am Dienstagabend in der Würenloser Mehrzweckhalle. Gemeinderat Lukas Wopmann (BDP) stellte das Budget für das Jahr 2019 vor. Er zeigte auf, dass die Investitionen ab 2019 deutlich zunehmen. Thomas Zollinger sagte als Präsident der Finanzkommission, es gebe der Kommission zu denken, dass rund 600 000 Franken für Beraterhonorare ausgegeben werden sollen. Trotzdem empfahl er im Namen der Fiko das Budget zur Annahme. Die Stimmberechtigten stimmten der Vorlage mit einem unveränderten Steuerfuss von 106 Prozent ohne Gegenstimme zu.

Ebenfalls mit sehr grosser Mehrheit Ja sagte die Gmeind zu den Krediten für die Sanierung des Regenbeckens beim Bahnhof Killwangen und einer neuen Abwasserleitung über die Limmat, zur Sanierung des Regenbeckens Träntsch und zum neuen Entwässerungsplan.

Zu reden gaben dann aber die Sanierung der Buechzelglistrasse und die Sanierung der Flachdächer der Schulhäuser Ländli sowie der alten Turnhalle. Die Dächer müssen dringend abgedichtet und nach neuen Vorschriften auch gedämmt und begrünt werden. Aus der Gemeinde kam die Frage auf, warum auf den Dächern keine Solarpanels oder Warmwasseranlagen installiert werden. Gemeindeammann Anton Möckel (parteilos) sagte, das könne man durchaus prüfen, aber zuerst müsse man die Dächer erneuern.

14 neue Würenloser Bürger

Die Gmeind stimmte zu – ebenso den neuen Reglementen über die Tagesstrukturen: Ein Änderungsantrag der SVP, wonach die Gemeindebeiträge nicht nach dem steuerbaren Einkommen, sondern nach dem «massgeblichen Einkommen» (wie es der Kanton bei den Krankenkassenverbilligungen als Grundlage nimmt) zu entrichten seien, fand nur bedingt Anklang: Der Antrag unterlag jenem des Gemeinderates deutlich mit 38 gegen 88 Stimmen.

Nicht zuletzt wurde 14 Würenloserinnen und Würenlosern das Bürgerrecht erteilt und ein Beitrag von 445 200 Franken für die Sanierung des Wettinger Sportzentrums Tägerhard gesprochen. Im Saal war auch der Wettinger Gemeindeammann Roland Kuster (CVP) anwesend, der sich sichtlich freute und bei den Würenlosern bedankte.

Um 21.40 Uhr war die Versammlung beendet, von 4212 Stimmberechtigten waren 151 anwesend.