Spreitenbach

SVP-Politiker erfahren von ihrer Kandidatur durch ein Flugblatt

Blick vom Himmelsrank am Heitersberg auf Spreitenbach.

Blick vom Himmelsrank am Heitersberg auf Spreitenbach.

Die beiden SVP-Politiker Marcel Suter und Oliver Schmid sollen in den Gemeinderat gewählt werden, dies schlägt ein Komitee«Wir für Spreitenbach» vor. In der Gemeinde wird gerätselt, wer hinter diesem Komitee steht.

«Wir sind überrascht, denn wir hatten bewusst niemanden nominiert», sagt SVP-Präsident Edgar Benz. Wer hinter dem Komitee «Wir für Spreitenbach» stehe, sei ihm nicht bekannt. Eine Verbindung zur SVP verneint Benz. Ebenso überrascht wie er sind die beiden «Kandidaten wider Willen»: Oliver Schmid und Marcel Suter. Beide haben erst durch das Flugblatt in ihrem Briefkasten von der Aktion erfahren. «Für mich ist ein Gemeinderatsamt kein Thema», sagt Marcel Suter. Sein Beruf lasse dieses Engagement nicht zu.

Deshalb werde er auch in einem allfälligen 2. Wahlgang nicht antreten. Suter kandidiert für die Geschäftsprüfungskommission (GPK). «Ich werde auch in einem 2. Wahlgang nicht gegen Markus Mötteli antreten», sagt Oliver Schmid. Er will, ebenfalls aus beruflichen und familiären Gründen, nicht Gemeinderat werden, findet aber: «Es ist sympatisch, dass es Leute gibt, die mir ein solches Amt zutrauen.»

Mötteli wird nicht angegriffen

Vor zwei Jahren war Gemeindeammann Josef Bütler zurück getreten. Die Stimmberechtigten wählten Valentin Schmid (FDP) zu seinem Nachfolger. Markus Mötteli (CVP) und Fredi Nüesch (SP) unterlagen. «Wenn damals Mötteli zum Gemeindeammann gewählt worden wäre, würden wir ihn heute angreifen», sagt Benz. Mötteli kandidiert jetzt als Gemeinderat.

Benz nimmt nicht an, dass die beiden «Kandidaturen» gegen Mötteli gerichtet seien. «Es kann jedoch sein, dass hinter der Aktion Leute stehen, die unbedingt eine Auswahl wollen.» Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem 2. Wahlgang kommt, ist nun grösser. Ob die SVP dann antreten wird, lässt Benz offen. «Auf keinen Fall sind wir über die Aktion böse», sagt er, ergänzt aber: «Das Geld, für die Flugblätter hätte man für etwas Sinnvolleres verwenden können.»

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