Die Freienwiler Gemeindeversammlung von Mittwochabend stand unter besonderen Vorzeichen. Grund: Vor der Versammlung machte die AZ publik, dass der Gemeinderat das Gesuch für die umstrittene Swisscom-Antenne – entgegen der Mitteilung von Ende 2017 – doch noch nicht abgelehnt hatte. Gemeindeammann Robert Müller (SVP) wurde in der Mehrzweckhalle denn auch mit kritischen Fragen eingedeckt.

Er räumte ein, dass hier schlecht kommuniziert worden sei. Fakt sei, dass der Gemeinderat beabsichtige, das Gesuch aufgrund des grossen Widerstandes aus der Bevölkerung abzulehnen, das Verfahren aber noch am Laufen sei. Der restliche Verlauf der Gemeindeversammlung ist schnell zusammengefasst: Alle Anträge, so auch die Jahresrechnung 2017, wurden gutgeheissen.

«Freienwil Mitte» gab zu reden

Zu reden gab einzig der Zusatzkredit für den Gestaltungsplan «Freienwil Mitte». Nicht in erster Linie die massive Kostenüberschreitung um das Fünffache (statt 40 000 Franken kostet die Planung jetzt 200 000 Franken), sondern die Tatsache, dass das meiste Geld davon schon ausgegeben wurde. Wie konnte es sein, dass a) die Kosten derart aus dem Ruder liefen und b) die Stimmbürger darüber nie informiert wurden – respektive früh genug ein Zusatzkredit eingeholt wurde?

Gemeinderat Othmar Suter räumte ein, dass hier einige Fehler passiert seien. Man werde künftig – mithilfe der Finanzkommission ein Auge drauf haben, dass die Kosten auch bei laufenden Projekten eingehalten werden. Ein Rückweisungsantrag von alt Gemeindeammann Hanspeter Geissmann fand kein Gehör, der Zusatzkredit wurde genehmigt. Unter «Verschiedenes» informierte der im April neu gewählte Gemeinderat Urs Rey (parteilos) schliesslich noch darüber, dass die letzten Beschwerden für die Umzonung Maas seitens Kanton abgelehnt worden seien. Nach den Sommerferien werde das Baugesuch für die dort geplante Asylunterkunft nun aufgelegt.

Bereits jetzt (und noch bis Mitte Juli) liegt im Infocenter Freienwil zudem der Gestaltungsplan für das geplante Pferdezentrum Bücklihof öffentlich auf.