Kommentar
«Tägi»-Schliessung und -Wiedereröffnung: Richtig reagiert

Carla Stampfli
Carla Stampfli
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So soll das "Tägi" einmal aussehen.

So soll das "Tägi" einmal aussehen.

zvg

Erst teilte der Gemeinderat Anfang Juli mit, dass das Schwimmerbecken aus Sicherheitsgründen ab sofort geschlossen sei, also bis zum Ende der «Tägi»-Gesamtsanierung Ende 2019. Nur sieben Wochen später verkündete er, dass man die fragliche Hallenbaddecke habe rückbauen können und das Becken wieder zur Verfügung stehe.

Ja was jetzt? Das fragten sich auch sechs Einwohnerräte von links bis rechts. Sie reichten deshalb eine Interpellation ein – zu Recht. Denn man stellte sich schon die Frage, ob der Gemeinderat nicht übereilt reagiert und die Nutzer unnötig aufgeschreckt habe – als regelmässige «Tägi»-Nutzerin war ich es jedenfalls. Das Drama von Uster im Kopf, bei dem im Mai 1985 die Hallenbaddecke einstürzte und 12 Menschen unter sich begrub, machte ich mir Gedanken, ob auch für uns Badegäste ein Risiko bestanden habe.

Nichtsdestotrotz: Der Gemeinderat hat richtig reagiert. Erstens konnte die Gemeinde beim kleinsten Zweifel an der Sicherheit kein Risiko eingehen und musste handeln. Zweitens hat die Art von Kommunikation insbesondere Schulen und Vereinen während der Sommerferien erlaubt, sich nach Alternativen umzusehen. Hätte der Gemeinderat beispielsweise mitgeteilt, das Schwimmerbecken bleibe bis auf weiteres geschlossen, wären sie im Ungewissen geblieben. Und um es positiv zu sehen: Freuen wir uns doch einfach, dass das Becken bis zur Gesamtsanierung im Mai 2018 offenbleibt und wir wieder ohne Bedenken unsere Bahnen ziehen können.