Baden

Tanzfest 2012: Tanzen zwischen Argentinien und Indien

Move your body! Die ganze Schweiz war anlässlich des Tanzfestes 2012 in Bewegung. Im Badener Tanzcentrum probierten Interessierte selber aus und erhielten Einblick in Tango und traditionelle indische Tänze.

Wenn man dem Chilenen Andrés Morya zuschaute, der sich mit seiner Partnerin Stephanie Engel geschmeidig über das Parkett bewegte, spürte man, wie in den beiden die Leidenschaft brodelte. Im Tango Argentino verschmelzen die Körper von Mann und Frau ineinander. Für Neugierige, die sich anlässlich des schweizweit stattfindenden Tanzfestes aufs Parkett des Badener Tanzcentrums an der Bruggerstrasse 44 wagten, eröffneten sich neue Welten.

Ein emotionaler Tanz

Auch Peter und Monika Zbinden glitten im Gleichschritt über den Boden. Sie musste die Führung an ihn abgeben, und das fiel ihr gar nicht so leicht. Urs Walti zeigte sich nach der Tango-Lektion sehr angetan: «Dieser Tanz ist extrem emotional. Der Mann muss sanft aber bestimmt die Dame leiten – eine Herausforderung.» Die 86-jährige Milly kam mit Partner Willy aus Zürich angereist. «Tanzen hält jung», meinte sie, «und ist vor allem wegen der verschiedenen Figuren ein gutes Gedächtnistraining.»

Das in einigen Orten der Schweiz stattfindende Tanzfest ermöglichte es, mit einem 15-Franken-Pass sich in verschiedensten Genres zu versuchen; sei es Tango Argentino, Modern Jazz, Salsa, Hip-Hop und mehr. Bei allen Tänzen ist gemäss Nico Zickgraf, Koordinator des Tanzfestes, sowohl Körperhaltung als auch Hingabe wichtig. «Man reiht nicht bloss Schritte aneinander, sondern lebt die Musik, die man hört.» Alle Lehrer stellten sich am Tanzfest 2012 kostenlos zur Verfügung, um einen Einblick in ihr Schaffen zu gewähren.

Tradition fern von Klischees

Darunter war auch Sharmila, die, wie ihre Mutter Vijaya Rao den klassischen indischen Tanz zelebriert. «Bei uns geht es in erster Linie um Körperbeherrschung. Wir zeigen den Leuten eine Tradition fern von Klischees.» Ulla Bachmann kam von Neuhausen in Rheinfelden angereist. «Für mich ist das eine absolut neue Erfahrung und ich tauche in eine völlig andere Welt ein. Das ist spannend.» Wer den Anlass verpasst hat, darf sich auf nächstes Jahr freuen: Dann gibt es wieder ein Tanzfest mit Workshops und Attraktionen.

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