Wettingen
Tempo-30-«Milchkannen» sollen farbig werden

Die grauen Poller in der Tempo-30-Zone stören Einwohnerrätin Celina Feri. Sie fordert ein Projekt, damit die sogenannten «Milchkannen» farbig werden.

Sabina Galbiati
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Noch sind die «Milchkannen» grau.Dm

Noch sind die «Milchkannen» grau.Dm

Dieter Minder

Seit vergangenem Jahr stehen sie eingangs und ende sämtlicher Tempo-30-Zonen von Wettingen: Die grauen Beton-Poller mit den Geschwindigkeits-Tafeln. Wegen ihrer Form und Farbe werden sie im Volksmund auch «Milchkannen» genannt. Doch just an dieser Farbe scheinen sich die Einwohner zu stören. Leider trage diese nicht zu einem freundlichen Ortsbild bei, schreibt Einwohnerrätin Celina Feri (SP) in einem Vorstoss. Aus diesem Grund fordert sie ein Projekt, um die sogenannten «Milchkannen»-Signalisationen farbig zu gestalten. «Viele Einwohner haben mich auf die tristen Milchkannen angesprochen und sich beschwert», erzählt Feri. Als Einwohnerrätin ist sie in der Verkehrskommission tätig. «Wir haben das dort besprochen und auch die Regionalpolizei hatte keine Sicherheitsbedenken», sagt sie.

Ihre Idee ist es, die Wettinger Schulkinder mit dem Bemalen der Milchkannen zu beauftragen. «Das wäre auch für die Kinder sicher eine schöne Erfahrung, wenn sie einen Beitrag für die Gemeinde und das Gemeindeleben leisten», ist Feri überzeugt. Auch könnten die Schüler auf diese Weise ihre Kreativität ausleben. Von ihrer Fraktion SP/Wettigrüen habe Feri positive Rückmeldung bekommen. «Meine Kolleginnen und Kollegen fanden die Idee sehr gut und werden mich unterstützen.»

Viele Tafeln verderben die Sicht

Mit dem Vorstoss der 23-jährigen Einwohnerrätin geben die Milchkannen nicht zum ersten Mal zu reden. Bereits als man 2010 beschloss, die Poller auf die Quartierstrassen zu stellen, äusserten einzelne Einwohnerräte Bedenken. Damals war es aber weniger die Farbe als vielmehr die generelle Beeinträchtigung. So bekundete Marie-Louise Reinert (EVP): «Die Einsicht, dass viele Tafeln die Sicht verderben, stammt nicht von mir, aber sie ist wahr. Ich habe den Eindruck, man sollte schauen, ob es nicht ein milderes Mittel gibt als den Tafelwald.» Hermann Steiner (SVP) sagte dazu: «Ich hatte selten so Freude an einem Votum von Marie-Louise Reinert.» Er sei auch der Meinung, man solle nicht überall Schilder aufstellen.

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