Noch nicht fertig eingebaut, hat ihnen der Volksmund bereits einen Übernamen verpasst: «Milchkannen». Rund 30 solche Poller stehen seit Anfang des Monats auf den Wettinger Strassen. Sie dienen der Markierung der neuen Tempo-30-Zonen (az vom 30.04.). Bereits jetzt sorgen die Poller für Gesprächsstoff in der Gemeinde.

Bei der Wahl der Standorte gab es einiges zu berücksichtigen: «Einerseits schaffen wir mit den Pollern und Blumenkisten eine Eingangssituation», erklärt Urs Heimgartner, Bauverwalter der Gemeinde. Entscheidend für den Standort der Hindernisse sei die verbleibende Strassenbreite.

«Die Autofahrer sollen abbremsen müssen, jedoch darf die Durchfahrt nicht zu eng sein.» Andererseits sei es wichtig, dass zwischen Kreuzung und dem Poller ein Auto oder ein grosser Pick-up Platz haben, damit der Verkehr auf der Kreuzung nicht behindert wird.

Ist die Strasse genügend breit, können die Velofahrer den Poller auf der rechten Seite, nahe dem Strassenrand passieren. «Dies haben wir aber nicht bei allen Pollern berücksichtigen können», sagt Heimgartner.

Problemzone bei Kirche entschärft

Besonders das neu eingezonte Stück der Dorfstrasse zwischen der Kirche St. Sebastian und dem Kreisel nahe der Raiffeisenbank sorgte in den vergangenen Wochen für rauchende Köpfe. «Gerade vor der Kirche besteht eine erhöhte Kollisionsgefahr. Vor und nach den Gottesdiensten herrscht dort reger Fussgängerverkehr», so Heimgartner.

«Bei der Kirche St. Sebastian können wir zudem eine von Schülern und ArwoBewohnern oft genutzte Achse sicherer machen.» Weiter hat die Gemeinde mit den Regionalen Verkehrsbetrieben Baden-Wettingen (RVBW) die Positionierung der «Milchkannen» abgesprochen, damit die Busse weiterhin problemlos durchfahren können.

Die RVBW wollte auf keinen Fall «Berliner Kissen» auf den Strassen. Das sind kleine quer zur Strasse angebrachte und leicht erhöhte Schwellen. «Diese hat der Gemeinderat bereits vor 15 Jahren klar abgelehnt», erklärt Heimgartner.