Auf Mittwochabend wurde ein Testspiel zwischen den ersten Mannschaften des FC Baden und des FC Aarau angesetzt - Austragungsort: Stadion Esp. Doch daraus wird nichts, wie das Regionaljournal des Radio SRF berichtet. Die Kantonspolizei hat Sicherheitsbedenken geäussert.

Verein kann Kosten nicht bezahlen

Laut Thomi Bräm, Präsident des FC Baden, findet das Testspiel nicht in Baden statt. «Die Kantonspolizei informierte uns, dass das Testspiel als nicht unproblematisch eingeschätzt wird», sagt Bräm. Deshalb wurde der FC Baden angehalten, einen Sicherheitsdienst zu engagieren, da die Heimmannschaft für die Sicherheit verantwortlich ist. «Diesen Aufwand kann und will unser Verein momentan nicht betreiben.» Der FC Baden hätte eine vierstellige Summe für die Sicherheit ausgeben müssen. Gegenüber der az fügte Bräm an: «Das Testspiel wäre somit etwa gleich teuer gekommen, wie ein normales Meisterschaftsspiel.» Bräm entschied sich deshalb gegen den Austragungsort Baden. «Ich bedauere, dass das Spiel nicht in Baden stattfindet», sagt Bräm. So sei während des Testspiels am vergangenen Samstag zwischen dem FC Baden und dem FC Wohlen nichts passiert.

Polizei meldete Bedenken

Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei, äussert sich zu der Situation wie folgt: «Wir haben Sicherheitsbedenken beim FC Baden angemeldet. Unsere Fachleute kennen sich in der Fanszene gut aus», sagt Graser. «Obwohl sich die Badener Fussballfans in letzter Zeit nicht mehr auffällig verhalten haben, haben die Spezialisten aufgrund der Begegnung der Fans angemeldet und die Clubs darüber informiert.» Die Kantonspolizei hätte den Verein zu keinen Sicherheitsauflagen verpflichtet.

Aarau will auf Naturrasen spielen

Fragt man beim FC Aarau nach, ist die Aufregung in Baden eigentlich umsonst: «Der FC Aarau will auf Naturrasen spielen, weil die Mannschaft das Spiel gegen St. Gallen am Wochenende auf Naturrasen austrägt», sagte Remo Conoci, Leiter der Pressestelle des FC Aaraus am Dienstagabend auf Anfrage. «Da in Baden Kunstrasen liegt, kommt das Stadion Esp für das Spiel nicht infrage.» Wo das Spiel stattfinde, sei noch unklar; dass es durchgeführt werde, jedoch sicher. Das Brügglifeld sei eine Möglichkeit, die wie die anderen punkto Bespielbarkeit noch geprüft werden müsse. Die Entscheidung über den Austrageort falle am Mittwoch im Laufe des Tages.