Baden
Theater für Kinder inklusive Hund mit Robidog-Säckli-Ohren

Die Uraufführung von «Das hässliche Entlein» des Freiämter Autors Adrian Meyer im ThiK Baden begeisterte Gross und Klein. In 50 aufregenden Minuten Verwandelten sich die beiden Schauspieler in die verschiedensten Tiere.

Rosmarie Mehlin
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Alexandra Frosio und Thomy Truttman verwandelten sich mit minimalen Kostüm- und Requisiten-Veränderungen in die verschiedensten Tiere.

Alexandra Frosio und Thomy Truttman verwandelten sich mit minimalen Kostüm- und Requisiten-Veränderungen in die verschiedensten Tiere.

Simon Egli

Die Kinder durften, vor uns Grossen, als erste in den Zuschauerraum. In Windeseile besetzten sie am Freitagabend die ersten drei Reihen. Obwohl «Das hässliche Entlein» für Kinder ab 5 Jahren empfohlen ist, sass auch der dreieinhalb-jährige blonde Lockenkopf Luc erwartungsfroh auf einem der Stühle und nicht etwa auf dem Schoss von Papi Roger Huber, dem Badener Stadtrat.

Am Schluss klatschte Luc wie verrückt: Die Aufführung hatte ihm augenscheinlich sehr gefallen. Und nicht nur ihm. Heissa, das sind ja auch 50 aufregende Minuten, die man da im Theater erlebt. Obwohl auf der Bühne nur eine Doppelleiter sowie ein paar grosse Taschen stehen und man gar keine richtigen Tiere sieht.

Aber weil die Alexandra Frosio und der Thomy Truttmann so tolle Schauspieler sind, vergisst man glatt, dass die brütende Entenmutter Regine, ihr Onkel, der Erpel Erich, der Rabe, das lismende Huhn, die französisch parlierende Katze, die zwei frechen jungen Wildganter, der Hund mit Robidog-Säckli-Ohren und natürlich das hässliches graues Entlein «nur» Menschen sind. Die zaubern alles mitten hinein in unsere Fantasie: In ihr verwandeln sich Frosio und Truttmann blitzartig in all die charaktervollen Tiere – mit einem Minimum an Kostüm- und Requisiten-Veränderungen, mit mitreissender Mimik, Gestik, Sprache und untermalt von spannender Musik.

Die Handlung ist «mega cool»: Der Freiämter Autor und Regisseur Adrian Meyer hat die Geschichte frei nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen zum Dialekt-Theaterstück umgeschrieben sowie inszeniert. Herrlich ist, was da alles aus den grossen Taschen gezaubert wird. Zum Beispiel Weihnachtsgutzli-Förmli, eine Eisdecke, die das hässliche Entlein zum Schlottern bringt oder Papiersäcke, mit denen scharf geschossen wird. Ja, ja, zwischendurch geht’s ganz schön gefährlich zu und her in diesem Stück, aber – klar doch - auch immer wieder super lustig.

Zum Schluss wollte nicht nur der kleine Luc, sondern wollten alle Kinder und ebenso sämtliche ausgewachsenen Zuschauer fast nicht mehr aufhören mit begeistertem Klatschen. Alle strahlten – die unten auf den Stühlen und die oben auf der Bühne. Der Erpel Erich und das hässliche Entlein, das am Schluss – schwuppdiwupp – zu einem hübschen weissen Schwan geworden ist. «Weisch wie schön!»

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