Baden
Theaterplatz wurde zum Eldorado für Schnäppchenjäger

Der Flohmarkt lockte am Ostersamstag viele Neugierige auf dem Theaterplatz. Sogar Einkaufstouristinnen aus Deutschland.

Carolin Frei
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v.l. Angelika Slawik und Heidi Nabitz mit ihrer Gemüseraffel.
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Flohmarkt Baden
Schallplatten in Hülle und Fülle.
Feilschen gehört beim Flohmarkt dazu.
Die beiden deutschen Flohmarkttouristinnen mit einer Käseraffel.
Was wohl dieses spezielle Kissen kostet
Ob wir dieses Kinderbuch schon haben
Auch Musikinstrumente wurden feilgeboten.
Der Flohmarkt war gut besucht. (2)
Die drei jungen Damen haben schon einiges erstanden ...
Auch für die kleinen Besucher gab es Schnäppchen zu ergattern.
Ein Holzgestell für die Badewanne wechselt den Besitzer.

v.l. Angelika Slawik und Heidi Nabitz mit ihrer Gemüseraffel.

Carolin Frei

«Wir sind gerade umgezogen und alles, was am neuen Ort keinen Platz mehr hat, bieten wir hier zum Kauf an», sagt Martina Bürge aus Baden, die zusammen mit ihrer Kollegin zum ersten Mal am Flohmarkt auf dem Theaterplatz einen Stand betreibt. «Schmuck und Kleider laufen sehr gut. Bücher hingegen gar nicht», sagt sie. Mit einer Ausnahme – ein Buch hat gerade einen Käufer gefunden. «Hier sind gleich drei Comics drin», freut sich der neue Besitzer, der 11-jährige Danijel aus Winterthur. Ein Stand weiter wechselt ein schmales Holzbrett den Eigentümer. «Das Brett wird über der Badewanne platziert und bietet dem Badenden Gelegenheit, ein Buch zu lesen und dazu ein Cüpli zu geniessen», sagt Standbetreiberin Esther Fenyö. Auch bei ihr sind Kleider und Schmuck der Renner, das Geschirr hingegen stösst auf kein Interesse. «Zudem sind Spielsachen gefragt – vor allem bei älteren Herrschaften, die damit ihre Enkel überraschen», sagt Fenyö.

Ein Verkäufer bot ein Töff-Lederkombi an, bei einem anderem sorgten Musikinstrumente – etwa die E-Gitarre und die die Querflöte – für interessierte Blicke. Fündig wurden auch die beiden «deutschen Flohmarkttouristinnen» Angelika Slawik und Heidi Nabitz aus Tiengen. «Wir haben eine Gemüseraffel, eine Spaghetti-Kelle, Raclette-Käsebretter und eine Hose erstanden.» Sie kämen regelmässig hierher, weil für jeden etwas dabei sei.

Tatsächlich: Wo man hinblickte, verweilten sich die Besucher an den Ständen und füllten ihre Einkaufstaschen. Das Angebot wurde nebst Kleidern, Schuhen, Spielsachen und Schmuck auch mit Uhren, Weckern, Osterdekorationen, DVDs, Schallplatten, Stofftieren, Nippsachen und anderem mehr abgerundet. Und das meiste – wie es sich gehört – zu Schnäppchenpreisen.