Eine Frage stand im Zentrum der Gemeinderatswahlen in Untersiggenthal: Bleibt die SP mit der von ihr portierten bisherigen Gemeinderätin im Gemeinderat? Therese Engel rutschte während der Amtsperiode für Jeannine Grob nach. Weil sie in Untersiggenthal noch nicht so stark verankert ist, sah die SVP die Möglichkeit, mit Rita Umbricht wieder einen zweiten Sitz im Gemeinderat zu holen. Umbricht, die schon in mehreren Kommissionen vertreten ist, räumte man durchaus Chancen ein. Die Stimmbeteiligung war mit 42,5 Prozent entsprechend hoch.

Als überzählig nicht gewählt

Rita Umbricht übertraf zwar mit 766 Stimmen das absolute Mehr, schied jedoch als überzählige Kandidatin aus und ist demzufolge nicht gewählt. Therese Engel erzielte mit 914 Stimmen das klar schlechteste Ergebnis der Bisherigen. Die SP, die in Untersiggenthal einst eine kleine Hochburg war, hatte ihre Personalpolitik in den vergangenen Jahren stark vernachlässigt. Sie bekam mit diesem Resultat zwar einen Schuss vor den Bug, bleibt aber in der Exekutive vertreten.

Von den Bisherigen erzielten die beiden CVP-Gemeinderäte Ueli Eberle und Adrian Hitz die besten Resultate knapp vor FDP-Vertreter Norbert Stichert. Eher enttäuschend fiel das Resultat für Gemeindeammann Marlène Koller aus.

Die SVP-Grossrätin wurde jedoch klar als Gemeindeammann bestätigt, musste aber auch hier über 250 Stimmen den Ratskollegen überlassen. Dasselbe erfuhr Ueli Eberle als wiedergewählter Vizeammann; über 300 Stimmen gingen an seine Kollegen.