Baden
Thermalbad-Abbruch: Stadt gibt grünes Licht

Der Stadtrat hat am Montag das Abbruchgesuch für das alte Thermalbad bewilligt. Überdies liegen Entscheide zum Verkehrskonzept im Bäderquartier vor.

Pirmin Kramer
Drucken
Teilen
Wird dem Erdboden gleich gemacht: Das Thermalbad Baden.

Wird dem Erdboden gleich gemacht: Das Thermalbad Baden.

Aargauer Zeitung

Ein Schuss Optimismus war dabei, als Stephan Güntensperger, VR-Präsident der Verenahof AG, sagte: «Am 9. Januar werden wir mit dem Abbruch der alten Gebäude im Bäderquartier beginnen.» Zwar deutete alles darauf hin, dass die Stadt hierfür grünes Licht geben würde, doch die definitive Bewilligung lag noch nicht vor.

Am Montag tagte der Stadtrat, Vizeammann und Bauvorsteher Markus Schneider (CVP) berichtet: «Der Stadtrat hat grünes Licht gegeben und das Abbruch-Gesuch der Verenahof AG bewilligt. Für die Stadt-Entwicklung ist dies ein enorm wichtiger Tag.»

Schneider ist zuversichtlich, dass auch die letzte noch ausstehende Baubewilligung bald erteilt werden kann. Die ehemaligen Hotels Verenahof, Ochsen und Bären sollen in eine Klinik für Prävention und Rehabilitation umgebaut werden. In den wichtigsten Punkten haben sich Bauherrschaft, Stadt und Denkmalpflege einigen können.

Offene Fragen gibt es hauptsächlich zum Elefantensaal, in dem Zimmer entstehen sollen, was Stadt und Denkmalpflege kritisieren. «Es handelt sich um Meinungsverschiedenheiten, die wir ganz sicher werden lösen können», so der Bauvorsteher. Die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden, welche die Klinik betreiben wird, erwartet die Bewilligung des Stadtrats in den nächsten Wochen.

Viele Parkplätze sollen verschwinden – für die neue Tiefgarage

Kritische Fragen gibt es nach wie vor zur Verkehrsbelastung im Bäderquartier. Die Grüne Einwohnerrätin Margreth Stammbach hat im November eine Anfrage zum Mobilitätskonzept eingereicht; sie will unter anderem wissen, wann es nachgereicht werde. Sämtliche Unterlagen zur künftigen Verkehrsführung seien von der Bauherrschaft eingereicht und von der städtischen Entwicklungsplanung auch bereits geprüft und für gut befunden worden, so Schneider.

Zu den inhaltlichen Details gab er gestern keine Auskunft. Neuigkeiten vermeldete er zu Busfahrplan und Parkplätzen: Künftig wird die Buslinie 3 im Viertelstundentakt durchs Bäderquartier fahren. Zu den Parkplätzen: Erstens sollen Anwohner die öffentlichen Parkplätze während der Bauarbeiten so lange wie möglich benutzen können. Zweitens sollen so viele dieser Parkplätze verschwinden, sobald die neue Tiefgarage fertiggebaut sei.

Aktuelle Nachrichten