Baden
Thermen, Fantoche, Museen: Dank ihnen hat Baden mehr Hotelgäste am Wochenende

Seit Baden auf dem Internet für das «Kulturpicknick» wirbt, steigt die Gästezahl kontinuierlich. Im vergangenen Jahr hat laut Thomas Lütolf, Leiter des Standortmarketings, die Zahl der Wochenend-Gäste um mehr als 5 Prozent zugenommen.

Pirmin Kramer
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Badener Hotels – in der Bildmitte das Hochhaus «Linde» – verzeichnen 2013 am Wochenende eine Gästezunahme.Archiv/Schwager

Badener Hotels – in der Bildmitte das Hochhaus «Linde» – verzeichnen 2013 am Wochenende eine Gästezunahme.Archiv/Schwager

Vor rund hundert Jahren, zur Blütezeit des Bäderquartiers, waren die Badener Hotelbetten an den Wochenenden am besten belegt, erklärt Thomas Lütolf, Leiter des Standortmarketings. «Die Stadt lockte Gäste an, die hier ihre Freizeit verbringen wollten, dies vor allem allem dank den Thermalquellen.»

Mit der zunehmenden Industrialisierung habe sich die Situation aber umgedreht. Die grosse Mehrzahl der Hotelgäste reisten heute aus geschäftlichen Gründen in die Stadt. Darum zähle Baden montags bis mittwochs die meisten Logiernächte.

«In diesen drei Nächten sind die 446 Hotelbetten in der Stadt zu 90 Prozent belegt», sagt Lütolf. Donnerstags betrage die Belegungsquote noch rund 50 Prozent, ehe sie samstags und sonntags auf bis zu 10 Prozent sinke.

Attraktive Wellness- und Kultur-Packages

Um die Gästezahl am Wochenende zu steigern, hätten die Hoteliers eine Idee entwickelt und diese zusammen mit dem Standortmarketing sowie der Firma «xeit» umgesetzt. «Die Idee besteht darin, Gäste über attraktive Wellness- und Kultur-Packages in die Stadt zu locken.»

Während beim Stichwort Paris jeder Tourist schnell an den Eiffelturm denke, fehle Baden zwar ein solch kräftiges Symbol. «Aber wir haben etwa die Thermen, das Filmfestival Fantoche und Museen.»

Seit Baden auf dem Internet mit diesen Schlagworten für das sogenannte «Kulturpicknick» werbe, steige die Gästezahl kontinuierlich. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Wochenend-Gäste erfreulicherweise um mehr als 5 Prozent angestiegen. «Es steht ausser Frage, dass die Zunahme der Logiernächte im Zusammenhang mit dem Projekt Kulturpicknick steht, sagt Lütolf.

2012 verzeichnete die Stadt 69 977 Logiernächte. Schweizer sind zwar beim Nationenranking die Spitzenreiter, doch 75 Prozent der Gäste stammen aus dem Ausland. Deutsche belegen bei den ausländischen Gästen den ersten Platz, vor Briten, Franzosen und Amerikanern.