Tötungsdelikt Killwangen

Tod von Sadik R.: Botschafter von Montenegro wehrt sich gegen Vorwürfe

Der 57-jährige Mann, der am Sonntag in Killwangen erstochen wurde, nahm am Abend vor seinem Tod an einem Fest zur Unabhängigkeit Montenegros teil. Eine Festbesucherin berichtete von einer angespannten Stimmung und Spannungen. Die montenegrinische Botschaft, die das Fest mitorganisierte, widerspricht diesen Vorwürfen entschieden.

Auch drei Tage nach dem Tötungsdelikt von Killwangen sind die Hintergründe der Bluttat unklar. Warum der 57-jährige Sadik R. sterben musste und wer ihn umgebracht hat, ist weiter offen. Auch die Vorgeschichte des Falles wird von mehreren Beteiligten ganz unterschiedlich geschildert.

Ein Verwandter des Opfers sagte, das Fest zur Unabhängigkeit von Montenegro in Schlieren, wo Sadik R. am Abend vor seinem Tod war, sei friedlich verlaufen. Eine andere Festbesucherin schilderte die Stimmung indes als angespannt. Sie kritisierte, zu dem Fest seien einseitig Besucher aus dem muslimisch dominierten Gebiet Sandzak in Montenegro eingeladen worden.

Botschafter: "Würdig und feierlich"

Nun wehrt sich Damir Grbovic, der montenegrinische Botschafter in der Schweiz, gegen die Vorwürfe. Grbovic trat am Fest in Schlieren selber auf und wurde von der Frau per E-Mail mit den Vorwürfen konfrontiert, die sie auch im AZ-Artikel erhob. Die Botschaft teilt mit, das Fest sei von mehreren Gruppierungen der montenegrinischen Diaspora organisiert worden. Die Unabhängigkeitsfeier in Schlieren sei in würdigem Rahmen und festlich verlaufen, die Atmosphäre sei angenehm gewesen und am ganzen Fest sei es zu keinerlei Zwischenfällen gekommen.

Den Anlass hätten vorbildliche Bürger der Schweiz und Montenegros besucht, auch Familien seien dabei gewesen. Die Vorwürfe der Festbesucherin, die sie in der AZ äusserte, träfen nicht zu, hält Grbovic fest. Es handle sich um Gerüchte und unbestätigte Informationen, heisst es in dem Schreiben. Sie seien falsch und verletzend für die Organisatoren des Festes, die Vertreter der Botschaft und die Angehörigen des Opfers. 

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