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Todesfälle und weniger Zuzüge: Erstmals seit vielen Jahren weniger Einwohner

Blick auf das zusammengewachsene Oberrohrdorf (mit Staretschwil) und Niederrohrdorf .

Blick auf das zusammengewachsene Oberrohrdorf (mit Staretschwil) und Niederrohrdorf .

Die Bevölkerung von Niederrohrdorf und Bellikon ist geschrumpft – Fislisbach wächst und Oberrohrdorf erholt sich.

«Es besteht kein Grund zur Sorge, wir haben ein kleines Zwischentief», sagt Gregor Naef, Gemeindeammann von Niederrohrdorf. Erstmals seit 14 Jahren verzeichnet die Gemeinde rückläufige Einwohnerzahlen. Der Rücklauf sei unter anderem auf die überdurchschnittliche Anzahl der Todesfälle sowie auf weniger Zuzüge zurückzuführen. Konkret: 2012 ist die Gemeinde noch um 110 Personen auf 3660 Personen gewachsen; Ende 2013 waren es nur noch 3634, oder 26 Personen weniger. Naef ist überzeugt, dass die Gemeinde in den nächsten Jahren moderat wachsen wird. «Wir gehen davon aus, dass wir mit den geplanten Bauvorhaben bis Ende Jahr 2018 auf 4150 Personen wachsen werden.» In den nächsten zwei Jahren soll die Überbauung Mattrüti beim Egro-Areal gebaut werden.

Zum ersten Mal seit 2007 zählt auch die Gemeinde Bellikon weniger Einwohner: Wie eine Tabelle zeigt, ist die Bevölkerung von 1995 bis 2012 stetig von 1211 auf 1591 Personen gewachsen – Ende 2013 waren es 23 weniger. Laut Gemeindeammann Hans Peter Kurth gibt es keinen speziellen Grund für den Rücklauf. Gemäss Kurth wird die Gemeinde aufgrund der geplanten Bauprojekte in den nächsten fünf Jahren auf 1800 bis 2000 Einwohner wachsen.

Ammann atmet auf

Gewachsen ist die Gemeinde Oberrohrdorf. Per Ende 2013 wurden 3969 Einwohner verzeichnet. Das sind 53 Personen mehr als im Vorjahr – eine Erleichterung für Gemeindeammann Daniel Hug: «Aus unerklärlichen Gründen ist die Bevölkerung in den letzten zwei Jahren trotz stetiger Bautätigkeit geschrumpft», sagt er. Wie Hug erklärt, wird aufgrund der Überbauung Im Feld mit einem weiteren Wachstum gerechnet.

Mit 5515 Einwohnern hat Fislisbach per Ende 2013 eine Spitzenmarke erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gemeinde um 78 Personen gewachsen. «Wir verzeichnen seit 2007 ein stetiges, aber moderates Wachstum von einem Prozent», sagt Gemeindeammann Silvio Caneri dazu. Grund für den Bevölkerungszuwachs sieht er in der anhaltenden Bautätigkeit innerhalb der bestehenden Bauzone. So sind Mehrfamilienhäuser im Bereich der Bernarda- und Mellingerstrasse entstanden. Zudem wurden einzelne Einfamilienhäuser abgebrochen und durch Mehrfamilienhäuser ersetzt. «Innerhalb der jetzigen Bauzone ist durch die Verdichtung mit einer Zunahme von rund 400 Personen zu rechnen.» Laut Caneri liegt die Wachstumsgrenze der Gemeinde bei 6000 Personen. Diese soll erst 2035 erreicht werden. Die geplante Einzonung im Gebiet Buch ist sistiert worden.

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