Birmenstorf
Trachtengruppe bringt Publikum zum Schunkeln

Alle zwei Jahre veranstaltet die Trachtengruppe ihren Heimatabend. Dieses Mal stifteten bunte Tücher beim Auftritt der Kinder Verwirrung.

Miro Müller (Text und Foto)
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Stolzer Jungtänzer mit seinem Tombolagewinn
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Schlussendlich konnte sich auch der Nostalgiechor bei Kaffee und Kuchen
Nach Ende der Vorstellung gingen die Kinder stolz zu ihren Eltern
Im Verlaufe eines melancholischen Liedes verlor die Edelweissblüte Blatt
Die einstudierten Tanzschritte waren für die Kinder kein Problem
Als das Publikum mitzuklatschen begann, wurde der Tanz schneller und sch
Der Nostalgiechor zeigte sich ganz ladylike im Stil der Dreissiger Jahre
Die beiden Seiten der Volkstanzgruppe teilten sich auf, um gleich darauf
Trachtenabend Birmenstorf

Stolzer Jungtänzer mit seinem Tombolagewinn

Rosmarie Mehlin

Dieses Mal war als Motiv «Geschter isch hüt» gewählt worden. Somit drehte sich bei Tanz und Gesang alles um die vergangenen Zeiten, wobei besonders beim Tanz die Schweizer Ländlermusik und bei den Gesangsauftritten des Chors alte Schlager und Operettenlieder im Zentrum standen.

Auch die Mehrzweckhalle war, um zum Schweizer Ländlermotiv zu passen, an Geländern, Wänden und auf den Tischen mit verschiedenen gebastelten Edelweissblüten verziert. Als Eintrittsticket bekamen die Zuschauer eine ansteckbare Edelweissblume.

Die Vorstellung begann mit dem Auftritt der Kindertanzgruppe, deren Mitglieder sich – wie ihre erwachsenen Gegenstücke – für den Anlass die klassische Schweizer Tracht angezogen hatten. Das Publikum wartete gespannt, die Musiker begannen zu spielen, doch obwohl die Kinder auf der Bühne standen, passierte nichts: Der Tanz sollte Tücher einbeziehen, die jetzt jedoch falsch verdreht und verteilt waren.

Die Zuschauer quittierten die kurze Unterbrechung mit gutmütigem Lachen, und so konnte die Vorstellung schon bald weitergehen. Wie ganz Grosse drehten sich die Kinder im Kreis, hielten einander adrett an den Händen und warfen hin und wieder einen Blick über die Schulter, um ihren Eltern zuzugrinsen.

Schunkelndes Publikum

Anschliessend war die Bühne frei für die Volkstanzgruppe. Mit Begleitung des Orchesters drehten sie sich auf der Tanzfläche, wechselten immer wieder ihren Partner oder kamen alle zusammen, um einen Kreis zu bilden. Die glücklichen Blicke der Tänzer fielen dabei auch immer wieder ins Publikum, ihr Spass an der Sache war leicht erkennbar.

So kam schnell eine gemütliche, rustikale Atmosphäre auf, und das Publikum klatschte im Takt mit. Die Begeisterung stieg weiter, als der Nostalgiechor aus Triengen auftrat: Von Seemannsliedern über Operetten bis zum bekannten «Qué será, será» wurde eine Vielzahl von Stücken vorgesungen, die die Zuhörer mehr als nur einmal zum Schunkeln brachten.

Hahn im Korb

Besonders interessant war die Zusammensetzung des Chors: Dieser ist nämlich ein vollständiger Frauenchor – bis auf einen einzigen Männertenor. «Er ist schon seit der Gründung des Chors dabei und gehört so eigentlich schon fast zum Inventar», meint Priska Wyss-Aaregger, musikalische Leiterin und Dirigentin des Chors. «Er macht seine Sache sehr gut, und das Publikum hat auch Spass daran. Ich würde ja gerne einen gemischten Chor auf die Beine stellen, doch bisher haben sich ausser ihm leider praktisch keine anderen Männer für den Beitritt zum Chor interessiert.»

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