Baden
Trafo: Fabrik-Groove hat zur Auszeichnung verholfen

Das Trafo in Baden hat nach seiner Eröffnung die Feuertaufe bestanden. Nun erhält das Kongresszentrum einen zusätzlichen Schub: Es wird als beste «Special Location» ausgezeichnet.

Roman Huber
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Neues Trafo in Baden ist eröffnet
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Gross war der Andrang in der Halle 37.
Zufriedene Gesichter bei Werner Eglin (ganz links) und Regierungsrat Stephan Attiger (dritter von links).
Werner Eglin, befragt von Moderator Michael Sokoll (r.), auf der Bühne und übertragen auf die Grossleinwand.
Hier noch das Originalbild: Werner Eglin wird von Moderator Michael Sokoll (r.) befragt.
Sepp Schmid und Conrad Munz
Showelemente auf dem Einrad.
Jan-Lundgren-Harry-Allen-Group.
Von links: Werner Eglin, Roberto Scheuer (Direktor Trafo), Reto Leder (Marketingchef), Uta Kroll (Leiterin Kongress, Zürich), Thomas Lütolf (Standortmarketing Baden), Erik Roedenbeck (Direktor Trafo-Hotel), Sandra Kohler (Podiumsleiterin). Alex Spichale
Ruedi Leder
Ruedi Hug
Mani Sokoll
Reto Leder
Hans Werner Wenger
Michael Sokoll
Jürg Altorfer

Neues Trafo in Baden ist eröffnet

Alex Spichale

Am Freitag kamen 2500 Anhänger des türkischen Premiers Davutoglu ins Trafo Center, das bei total 3000 Gästen und andern gleichzeitig stattfindenden Anlässen die Feuertaufe nach der Erweiterung bestanden hat. Überhaupt reitet das Trafo auf einer Erfolgswelle. Der Betrieb der umgebauten Hallen 36 und 37 und des Hotels sei sehr gut angelaufen, das Businesszentrum erfreue sich grosser Beliebtheit, heisst es. «Unsere Erwartungen werden erfüllt», sagt ein zufriedener Roberto Scheuer, Geschäftsführer Trafo Baden Betriebs AG.

Nun erhält das Trafo noch den «Swiss Mice Award» als «Special Location». «Das ist eine sehr erfreuliche Sache und erfüllt mich mit grossem Stolz», sagt Scheuer. Die Auszeichnung wertet er als Zeichen dafür, dass das Trafo-Team und seine Partner in und um Baden den richtigen Weg verfolgen. «Der Beachtungswert bei Eventagenturen, Grossfirmen und Verbänden wird dadurch steigen», ist Reto Leder, Trafo-Marketingverantwortlicher, überzeugt.

Reto Leder (links) und Roberto Scheuer von der Trafo Baden Betriebs AG. -rr-

Reto Leder (links) und Roberto Scheuer von der Trafo Baden Betriebs AG. -rr-

Roman Huber

Von Beginn weg überzeugt

Das Trafo gilt als Erfolgsgeschichte, die von den Beteiligten, insbesondere seitens der Trafo Baden Betriebs AG mit Roberto Scheuer an deren Spitze, auch Geduld abverlangte. Im Jahr 2011 wurde die Trafo Baden Betriebs AG als Joint Venture zwischen der Stadtcasino Baden AG und der Trafo Hotel AG von Werner Eglin gegründet.

Das heutige Trafo Center ist aus mehreren ehemaligen Fabrikbauten herausgewachsen. Die Strukturen sind gegeben. Dass das Trafo bei den «Special Locations» gewinnt, kommt laut Scheuer nicht von ungefähr. «Ich war stets überzeugt, dass hier etwas Einmaliges entstehen kann.» Zusammen mit Kinounternehmer Peter Sterk war er vor über 15 Jahren mit seinen Ideen massgebend beteiligt, dass die Stadt mit der Trafohalle anstelle des Kursaals einen mehr als ebenbürtigen Ersatz erhielt, dazu ein Kultur- und Kongresszentrum oder Kongress- und Businesszentrum, wie die Ausrichtung des Marketings lautet.

Beste Lage, beste Partner

«Es ist der Fabrik-Groove, der es ausmacht», sagt Scheuer. Denn eine Halle von 15 Metern Höhe und 80 Metern Länge finde man sonst nirgendwo. Ebenso faszinierend ist die Kunst am Bau «Die Vier Jahreszeiten» mit 660 farbigen Fenstern. «Auch die Lage ist super, 15 Minuten bis zum Zürcher Hauptbahnhof und 30 Minuten bis zum Flughafen, dazu Parkhäuser rund herum», ergänzt Reto Leder. Auf dem Platz Baden habe man ausserdem gute Partner, vom Standortmarketing über Hotels bis zu einigen Dienstleistern (Lieferanten etc.).

Mit den heutigen Raummöglichkeiten habe man das Angebot markant diversifizieren können, was die Chancen in der Vermarktung erhöhe, erklärt Leder. So könnten Anlässe von Grossfirmen auf mehrere Räume verteilt werden. Auch für Messen sei das Trafo interessant, «wenn es auch kein klassisches Messegelände ist», sagt Scheuer. Damit und mit Verbandsanlässen erhofft sich das Trafo, nebst den gutgebuchten Wochentagen auch die Wochenenden vermehrt auslasten zu können.

Gäste kommen auch aus Zürich

Die Kooperation mit Tourismus Zürich sei ebenfalls interessant, nicht zuletzt im Hinblick auf die Erneuerung des Zürcher Kongresshauses und der Tonhalle, die in die Maag Halle ausweicht. Obschon man das Label auf Kongress- und Businesszentrum in den Vordergrund stelle, solle die Kultur dem Trafo weiterhin viel Farbe verleihen, äussert sich Scheuer zur Strategie. Die grossen Musikveranstaltungen, das Argovia Philharmonic Orchestra oder die Sinfonia Baden (Orchestergesellschaft) möchte man in der Trafohalle nicht missen. Ob sich die Halle 37 – direkt neben dem Hotel – für grössere Musik-Events eigne, müsse erst getestet werden, sagt Scheuer.

Aus Sicht des Kantons wie auch der Stadt ist das Kongresszentrum von grosser Bedeutung. «Das Trafo hat sich zu einem weit über die Region ausstrahlenden Treffpunkt entwickelt, der jährlich Zehntausende von Gästen in die Kongressstadt Baden bringt», sagt Thomas Lütolf, Leiter Standortmarketing der Stadt.

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