Unterstützung

Traum vom Spitzensport sollte nicht im Portemonnaie begraben werden

Schweizer Nachwuchs-Talente sind oft auf Unterstützung angewiesen, wenn sie es bis an die Spitze schaffen wollen.

Schweizer Nachwuchs-Talente sind oft auf Unterstützung angewiesen, wenn sie es bis an die Spitze schaffen wollen.

Der Killwanger Mountainbiker Fadri Bernet ist einer der wenigen Schüler der Sportklasse Buchs-Suhr, dessen Schulgebühren nicht vollumfänglich von der Gemeinde übernommen werden. Klar: Die Gemeinden sind nicht dazu verpflichtet, sich an den Schulkosten zu beteiligen. Doch über 90 Prozent aller Gemeinden übernehmen die vollen Gebühren. Das zeigt, dass es ihnen wichtig ist, ihre Sporttalente zu fördern.

Zu Recht, der Spitzensport lehrt viel: Disziplin, Durchhaltevermögen, Organisation zum Beispiel. Für eine Karriere ist die finanzielle Unterstützung wichtig. Dazu gehören auch Schulgebühren. Im Fall der Sportklasse sind alle Eltern auf den Goodwill der Gemeinden angewiesen. Die Kostengutsprache des Schulgelds ist Voraussetzung, dass junge Athleten an der Sportschule aufgenommen werden – oder bleiben können.

Wohnt nun eine finanzschwächere Familie zufällig in einer Gemeinde, die die Kosten nicht oder nur teilweise übernimmt, ist es gut möglich, dass sie es sich nicht leisten kann, ihr Kind an die Sportschule zu schicken. Das ist unbefriedigend. Ob ein junges Talent seinen Traum vom Spitzensport erfüllen kann, sollte nicht vom Portemonnaie abhängig sein.

carla.stampfli@schweizamwochenende.ch

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