Die Badener Ortsparteien der CVP, FDP und SVP fordern Geri Müller auf, als Stadtammann von Baden zurückzutreten. 

Die Bürgerlichen von Baden nehmen zur Kenntnis, dass Geri Müller sein Fehlverhalten in seiner Stellungnahme anerkannt und sich dafür entschuldigt hat, allerdings würden Grundlegende Fragen unbeantwortet bleiben, schreiben sie in einer Mitteilung am Dienstagnachmittag. 

Die Parteien stützen zwar den Grundsatz, dass Angelegenheiten aus dem Privatleben eines Politikers nicht zur Qualifizierung seiner politischen Tätigkeit dienen sollten. Das blosse Versenden von expliziten Bildern an eine bekannte Privatperson, die sich dadurch nicht belästigt fühlt, werten also auch die Bürgerlichen als eine Privatsache.

Geri Müller will im Amt bleiben – die Reaktionen

Geri Mueller will im Amt bleiben – die Reaktionen.

Jedoch nicht als nicht privat werten sie das Aufnehmen solcher Bilder im Amtshaus: «Er verletze dadurch das Vertrauen gegenüber der Badener Bevölkerung und lasse jeglichen Respekt gegenüber der Würde des Amtes vermissen.» CVP, FDP und SVP machen in ihrer Mitteilung deutlich, dass die Autorität von Geri Müller als Stadtammann, und Repräsentant für die Stadt Baden dadurch nicht mehr ausreichend gegeben sei.

Als Stadtammann habe Geri Müller eine Vorbildfunktion für die Mitarbeitenden in der Stadt. «Unter den gegebenen Umständen scheint uns eine glaubwürdige Durchsetzung von Richtlinien zum korrekten Verhalten am Arbeitsplatz und zum respektvollen Umgang mit anderen Mitarbeitenden nicht mehr möglich.» Baden brauche in der aktuellen Lage eine starke Führung, um die Herausforderungen der anstehenden Geschäfte zu lösen.

Für die Badener CVP, FDP und SVP ist Geri Müller in seiner Funktion als Stadtammann deshalb nicht mehr tragbar. Carlo Possenti und Simon Binder (CVP) Matthias Bernhard (FDP) und Serge Demuth, (SVP) fordern somit im Namen ihrer Ortsparteien seinen Rücktritt als Badener Stadtammann. (az)

Die gesamte Medienkonferenz von Geri Müller:

Selfie-Affäre: Die gesamte Medienkonferenz von Geri Müller