Ausgerechnet jetzt, wo Schnee und Kälte Einzug gehalten haben, ist er weg: der «Winterzauber». Von Mitte November bis Anfang Januar war der Bahnhofplatz in Baden in ein Winterdorf verwandelt. Mit Tannenbäumen geschmückt, einer grossen Feuerstelle, Fondue-Hütte, einem Brennerschopf und verschiedenen Aktivitäten versprühte der Platz ein sinnliches und weihnächtliches Ambiente. «Den Betrieb zu verlängern, war für uns kein Thema», sagt Nicole Lüthy von der Spezialitätenbrennerei Humbel in Stetten. Im Auftrag des Handels- und Gewerbevereins City com Baden führte die Spirituosenfirma die Fondue-Hütte und den Brennerschopf – bereits zum fünften Mal hintereinander. Zwei Monate Betrieb seien optimal, sagt Lüthy. Auch aufgrund des Aufwands.

Gemeinsam mit ihrem Team, unter dem sich auch einige Studenten befanden, blickt Nicole Lüthy auf eine erfolgreiche Zeit zurück. So habe nicht nur die Feuerstelle, die zum ersten Mal auf dem Springbrunnen angelegt worden war, beim Publikum grossen Anklang gefunden, sondern auch der Brennerschopf. «Er war immer gut besucht, sowohl drinnen als draussen», sagt Lüthy. Viele hätten sich rund um das Holzhäuschen getroffen und etwas getrunken, um dann später weiterzuziehen, etwa ins Kino. Dass sich der Bahnhofplatz zu einem Treffpunkt gemausert hat, ist auch auf die trockenen und milden Temperaturen zurückzuführen, glaubt die Betriebsverantwortliche und Mitarbeiterin von Humbel.

Fondue-Hütte ist Tradition

Besonders gut bei den Besuchern kam der Käse an: Dank der neuen Küche, die 2014 vergrössert wurde, liefen in der Fondue-Hütte pro Abend bis zu 100 Portionen über die Theke. Insgesamt verzeichnete Humbel 4350 Platz-Reservationen. «Für viele Familien und Firmen gehört ein Besuch mittlerweile zur Tradition», sagt Nicole Lüthy. So sind bei der Brennerei Humbel bereits 74 Platz-Reservationen für den «Winterzauber» 2016 eingegangen. Unter Vorbehalt, wie sie anmerkt: «Noch wissen wir nicht, ob wir auch in diesem Jahr am ‹Winterzauber› die Fondue-Hütte und den Brennerschopf im Auftrag der City com führen dürfen.»

Konflikte habe es keine gegeben, auch nicht mit den Gassenleuten. «Vor der Eröffnung haben wir das Gespräch mit ihnen gesucht», sagt Nicole Lüthy. Dabei habe man sie auf die Regeln hingewiesen und erklärt, dass sie zur Feuerstelle Sorge tragen müssen. Zudem habe ein Feuermeister nach dem Rechten geschaut. Gemäss der Betriebsverantwortlichen habe es auch keine Beschwerden, etwa wegen Lärm, vonseiten der Anwohner gegeben.